IS-Unterstützer muss ins Gefängnis

Polizisten mit Sturmhauben im Gerichtsgebäude: Höchste Alarmstufe am Landesgericht in Linz beim Prozess gegen einen mutmaßlichen IS-Unterstützer.

Polizisten mit Sturmhauben im Gerichtsgebäude: Höchste Alarmstufe am Landesgericht in Linz beim Prozess gegen einen mutmaßlichen IS-Unterstützer.

Linz. Ein 32-jähriger Österreicher ist wegen des Verbreitens von IS-Enthauptungsvideos zu 18 Monaten Haft verurteilt worden. Das rechtskräftige Urteil des Landesgerichts Linz erging am Montag wegen Beteiligung an einer terroristischen Vereinigung und der Mitgliedschaft in einer kriminellen Organisation. Er teilte auch Hasspredigten der Terrormiliz Islamischer Staat. „Ich wollte unbedingt zu der Gemeinschaft dazugehören“, so der vierfache Vater.

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Wegen Ausbildung nur Fußfessel

Auch wenn er nur ein „kleiner Bestandteil“ des Netzwerks der Dschihadisten gewesen sei, die „Begeisterung für den IS war uneingeschränkt“, begründete das Gericht das Urteil. 15 Monate der Strafe wurden zur Bewährung ausgesetzt. Die Behörde räumte dem Mann, der eine Ausbildung zum Fitnesstrainer absolviert, die Möglichkeit einer Fußfessel ein.

Er sei von der Idee des Kalifats überzeugt gewesen, sagte der 32-Jährige. Nach einer Pilgerreise nach Mekka und Medina hatte er auf dem heimischen Balkon die IS-Flagge gehisst. Daraufhin hatte ihn der Verfassungsschutz observiert. Der Mann stritt jedoch ab, den IS aktiv unterstützt zu haben.

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Wohl Abkehr vom IS

Der ehemalige Thai-Box-Meister soll rund 50 Personen im Nahkampf ausgebildet haben. Bei einer Hausdurchsuchung wurden Material zur Anwerbung von Dschihad-Kämpfern sowie Hetz- und Hinrichtungsvideos gefunden. Der Mann versicherte, „heute nichts mehr mit dem Ganzen zu tun“ zu haben.

Von RND/dpa

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