Eine schwarze Frau vom Land

„Kolumbiens Kamala Harris“ soll Vize von Präsidentschaftskandidat Gustavo Petro werden

Gustavo Petro (r), Präsidentschaftskandidat des linken Wahlbündnisses „Pacto Historico" in Kolumbien, und Francia Marquez (l), Vize-Kandidatin, machen das Siegeszeichen während einer Wahlveranstaltung.

Gustavo Petro (r), Präsidentschaftskandidat des linken Wahlbündnisses „Pacto Historico" in Kolumbien, und Francia Marquez (l), Vize-Kandidatin, machen das Siegeszeichen während einer Wahlveranstaltung.

Bogotá. Rund zwei Monate vor der Präsidentschaftswahl in Kolumbien hat der Kandidat der Linken, Gustavo Petro, die Aktivistin Francia Márquez als Vize-Präsidentschaftskandidatin nominiert. „Francia ist die beste Kandidatin, die wir in letzter Zeit hatten“, sagte Petro bei der live übertragenen Nominierung in einem Hotel in Bogotá am Mittwoch. Márquez wiederum dankte Petro für die ihr übertragene Verantwortung. „Ich werde mich für die Rechte der Frauen in Kolumbien einsetzen“, sagte sie.

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Die 39-jährige Márquez war nach den Vorwahlen am Tag der Parlamentswahl vor zehn Tagen als „politisches Phänomen“ gefeiert worden: Die schwarze Frau aus einer ländlichen Gegend bekam die zweitmeisten Stimmen hinter Petro. Manche in dem südamerikanischen Land sprechen in Anlehnung an die erste schwarze Vize-Präsidentin der USA von einer „kolumbianischen Kamala Harris“.

Präsidentschaftswahlen am 29. Mai

Die Linken um Gustavo Petro, ehemaliger Guerillero und früherer Bürgermeister der Hauptstadt Bogotá, und das Wahlbündnis „Pacto Histórico“ waren aus der Parlamentswahl in Kolumbien am 13. März gestärkt hervorgegangen. Die Wahl galt auch als Stimmungstest für die Präsidentschaftswahl in Kolumbien am 29. Mai, für die sich die ehemalige Farc-Geisel Ingrid Betancourt 20 Jahre nach ihrer Entführung ebenfalls wieder als Kandidatin für die Grüne Partei einschrieb.

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Ein Sieg der Linken wäre ungewöhnlich in Kolumbien - ein Land, das auch aufgrund des jahrzehntelangen bewaffneten Konflikts zwischen der Regierung und der linksgerichteten Farc-Guerilla, gesellschaftlich und politisch traditionell konservativ ist. Gustavo Petro hatte bei der Präsidentschaftswahl 2018 gegen den konservativen Iván Duque verloren, der nun nicht mehr antreten darf, weil die Verfassung eine Wiederwahl des Staatschefs nicht vorsieht.

RND/dpa

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