Er fordert neue Waffenlieferungen

Kuleba warnt die Nato: „Die Schlacht um Donbass wird Sie an den Zweiten Weltkrieg erinnern“

07.04.2022, Belgien, Brüssel: Dmytro Kuleba, Außenminister der Ukraine, spricht während einer Pressekonferenz nach einem Treffen der Nato-Außenminister im Nato-Hauptquartier. Die Außenminister der 30 Nato-Staaten beraten über eine weitere Unterstützung der Ukraine und eine Verstärkung der Verteidigungsfähigkeiten im östlichen Bündnisgebiet. Kuleba mahnte westlichen Staaten zu schnellen Waffenlieferungen an die Ukraine, sonst kämen die Hilfen zu spät. Die Ukraine erwarte eine weitere Offensive der russischen Streitkräfte: „Die Schlacht um Donbass wird Sie an den Zweiten Weltkrieg erinnern“, so Kuleba.

07.04.2022, Belgien, Brüssel: Dmytro Kuleba, Außenminister der Ukraine, spricht während einer Pressekonferenz nach einem Treffen der Nato-Außenminister im Nato-Hauptquartier. Die Außenminister der 30 Nato-Staaten beraten über eine weitere Unterstützung der Ukraine und eine Verstärkung der Verteidigungsfähigkeiten im östlichen Bündnisgebiet. Kuleba mahnte westlichen Staaten zu schnellen Waffenlieferungen an die Ukraine, sonst kämen die Hilfen zu spät. Die Ukraine erwarte eine weitere Offensive der russischen Streitkräfte: „Die Schlacht um Donbass wird Sie an den Zweiten Weltkrieg erinnern“, so Kuleba.

Brüssel. Der ukrainische Außenminister Dmytro Kuleba rechnet nach Beratungen mit den Nato-Staaten damit, dass seinem Land alle notwendigen Waffen zur Verteidigung gegen Russland geliefert werden. „Ich habe keine Zweifel daran, dass die Ukraine alle für den Kampf notwendigen Waffen haben wird. Die Frage ist nur der Zeitplan“, sagte Kuleba am Donnerstag in Brüssel. Die Diskussion gehe nicht um die Liste mit Waffen, sondern darum, wann die Ukraine die Waffen bekomme. „Und das ist entscheidend.“ Welche weiteren Waffen Nato-Alliierte an Kiew liefern könnten, wollte Kuleba nicht sagen. „Waffen sind wie Geld. Sie lieben das Schweigen.“

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Angesichts der erwarteten Offensive Russlands im Osten der Ukraine drang Kuleba auf Tempo. „Entweder Sie helfen uns jetzt, und ich spreche von Tagen, nicht von Wochen, oder Ihre Hilfe wird zu spät kommen.“ Dann würden viele Menschen sterben, viele Zivilisten ihre Häuser verlieren und viele weitere Städte und Dörfer zerstört - „eben weil diese Hilfe zu spät kam“.

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Mit Blick auf die Beratungen mit den Nato-Staaten sagte Kuleba, die Verbündeten verstünden zunehmend, dass die Ukraine nicht nur für sich selbst, sondern auch für sie kämpfe. Die östlichen Nato-Länder hätten zudem ein wachsendes Verständnis dafür, dass die Unterstützung für die Ukraine verstärkt werden sollte. „Ich bin vorsichtig optimistisch, was die Ergebnisse unserer Gespräche angeht.“

Als Grund für die Eile bei Waffenlieferungen nannte Kuleba die erwartete Offensive Russlands im Donbass. Der Kampf sei bereits in Gange, habe sein maximales Ausmaß aber noch nicht erreicht.

Die Schlacht um Donbass wird Sie an den Zweiten Weltkrieg erinnern.

Dymtro Kuleba, Außenminister der Ukraine

Es werde große Operationen, Manöver, die Beteiligung von Tausenden von Panzern, Flugzeugen und Artillerie geben. Der russischen Vorbereitung zufolge werde dies keine lokale Operation sein. „Russland hat seinen Plan. Wir haben unseren und der Ausgang dieser Schlacht wird auf dem Schlachtfeld entschieden werden.“

Stoltenberg: Nato wird Hilfe für Ukraine verstärken

Das Land müsse in der Lage sein, der russischen Aggression zu widerstehen, sagt Nato-Generalsekretär Jens Stoltenberg nach Beratungen der Außenminister.

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Kuleba kritisierte westliche Länder auch dafür, nicht rasch genug Sanktionen gegen Moskau verhängt zu haben. Der Westen habe im Falle des am Rand von Kiew gelegenen Orts Butscha, aus dem Kriegsverbrechen gemeldet worden sind, zu spät gehandelt. „Wie viele Butschas müssen noch geschehen, damit ihr Sanktionen verhängt? Wie viele Kinder, Frauen, Männer, müssen sterben - unschuldige Leben verlorengehen - bis ihr versteht, dass ihr Ermattung bei Sanktionen genauso wenig zulassen dürft wie wir uns Kampfmüdigkeit erlauben können“, erklärte er.

RND/dpa/AP

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