Hoffnungen ruhen auf NRW-Wahl

FDP enttäuscht von schwachem Wahlergebnis in Schleswig-Holstein

Christian Lindner (rechts), Bundesvorsitzender der FDP, und Bernd Buchholz, FDP-Spitzenkandidat in Schleswig-Holstein, kommen zu einer Pressekonferenz im Hans-Dietrich-Genscher-Haus.

Christian Lindner (rechts), Bundesvorsitzender der FDP, und Bernd Buchholz, FDP-Spitzenkandidat in Schleswig-Holstein, kommen zu einer Pressekonferenz im Hans-Dietrich-Genscher-Haus.

Berlin. Ungeachtet ihrer hohen Verluste bei der Landtagswahl in Schleswig-Holstein rechnet sich die FDP am kommenden Sonntag bei der NRW-Wahl gute Chancen aus. Das Ergebnis sei nicht so gewesen, „wie wir uns es gewünscht hätten“, räumte der Parteivorsitzende Christian Lindner am Montag in Berlin ein. In Nordrhein-Westfalen sei die Lage aber anders: „Wir haben dort nicht einen vergleichbar populären Ministerpräsidenten wie Daniel Günther in Schleswig-Holstein. Und in Nordrhein-Westfalen geht es sehr stark um die Koalitionsfrage.“

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Es mache gerade in NRW einen Unterschied, ob es eine Regierung der Mitte mit einer starken FDP gebe oder eine Regierung, in der die Grünen eine prägende Rolle haben, sagte Lindner. Die FDP mit ihrem Spitzenkandidaten Joachim Stamp strebe „eine Fortsetzung der erfolgreichen schwarz-gelben Regierung“ an. „Das ist unser Wahlziel dort“, sagte Lindner. „Ansonsten tritt die FDP dann in eine Regierung ein, wenn eine Politik der Mitte gemacht werden kann.“

Die FDP bildet bisher in Schleswig-Holstein zusammen mit CDU und Grünen eine Jamaika-Koalition. Während beide Koalitionspartner bei der Wahl am Sonntag stark zulegten, verlor die FDP laut vorläufigem Ergebnis 5,1 Punkte und stürzte von 11,5 auf 6,4 Prozent.

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Nicht von Zufriedenheit mit Landesregierung profitiert

Ihr Spitzenkandidat Bernd Buchholz sprach von einer „gewissen Enttäuschung“. 75 Prozent der Bürger seien mit der Landesregierung zufrieden oder gar sehr zufrieden gewesen. Dazu hätten auch die Koalitionspartner beigetragen, sagte Buchholz. „Insofern hätten wir uns natürlich gewünscht, dass wir auch etwas mehr davon profitieren.“ Der „sehr präsente“ Ministerpräsident Günther habe aber den Raum in der Mitte für die FDP kleiner gemacht und die Zufriedenheitswerte „fast vollständig für sich vereinnahmt“.

Die FDP hat die Hoffnung auf eine weitere Regierungsbeteiligung aber noch nicht aufgegeben. Buchholz sagte: „Wir wollen mit Daniel Günther gern weiterregieren. Das wollten wir vorher und das wollen wir jetzt nachher auch.“

RND/dpa

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