Landtagswahlen: An wen die CDU ihre Wähler verloren hat

Das Glas ist halb leer, mindestens: Wolfgang Reinhart, Vorsitzender der CDU-Fraktion im Landtag von Baden-Württemberg, geht hinter Susanne Eisenmann (CDU), Ministerin für Kultus, Jugend und Sport von Baden-Württemberg und Spitzenkandidatin der CDU für die Landtagswahl, vorbei.

Das Glas ist halb leer, mindestens: Wolfgang Reinhart, Vorsitzender der CDU-Fraktion im Landtag von Baden-Württemberg, geht hinter Susanne Eisenmann (CDU), Ministerin für Kultus, Jugend und Sport von Baden-Württemberg und Spitzenkandidatin der CDU für die Landtagswahl, vorbei.

Berlin. Die CDU hat bei den Landtagswahlen in Baden-Württemberg und Rheinland-Pfalz erdrückend schlechte Wahlergebnisse erzielt. In Baden-Württemberg fiel die mitregierende CDU auf 24,1 Prozent, in Rheinland-Pfalz wird sie mit 27,7 Prozent in der Opposition bleiben.

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Doch an wen hat die CDU ihre Wähler verloren? Das zeigt eine Analyse der Wählerwanderung für beide Bundesländer.

Wählerwanderung in Baden-Württemberg:

Im Südwesten der Republik hat die CDU Wähler an fast alle der größeren Parteien verloren. Der größte Anteil jener, die bei der letzten Landtagswahl im Jahr 2016 die CDU gewählt und ihr nun den Rücken gekehrt haben, ist jedoch gar nicht mehr zur Wahl gegangen.

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80.000 ehemalige CDU-Wähler sind laut Erhebungen des Meinungsforschungsunternehmens Infratest Dimap für die ARD zu Nichtwählern geworden.

Die Wähler-Ab- und Zuwanderung der CDU in Baden-Württemberg.

Die Wähler-Ab- und Zuwanderung der CDU in Baden-Württemberg.

70.000 haben demnach in diesem Jahr die Grünen gewählt, deren Spitzenkandidat Winfried Kretschmann auch unter CDU-Anhängern außerordentlich hohe Beliebtheitswerte hat. 50.000 ehemalige CDU-Wähler haben außerdem die FDP gewählt, 10.000 die SPD und 35.000 andere kleinere Parteien.

Nur von einer Partei konnte die CDU in der Summe neue Wähler hinzugewinnen: von der AfD. Ganze 70.000 ehemalige AfD-Wähler machten laut Infratest Dimap ihr Kreuzchen bei der Unionspartei.

Wählerwanderung in Rheinland-Pfalz:

Auch in Rheinland-Pfalz sind viele ehemalige CDU-Wähler in diesem Jahr gar nicht zur Wahl gegangen. 43.000 verlor die Partei an die Nichtwählerschaft. Je 17.000 CDU-Wähler aus dem Jahr 2016 entschieden sich nun für die SPD und die Freien Wähler.

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13.000 frühere CDU-Wähler gaben den Grünen ihre Stimme, und 11.000 wählten verschiedene andere Parteien.

Die Wähler-Ab- und Zuwanderung der CDU in Rheinland-Pfalz.

Die Wähler-Ab- und Zuwanderung der CDU in Rheinland-Pfalz.

Auch in Rheinland-Pfalz konnte die CDU in einem kleineren Umfang Wähler umstimmen. Dort gaben den Infratest-Dimap-Angaben zufolge 12.000 ehemalige FDP-Wähler und 4000 AfD-Wähler bei der jetzigen Wahl ihre Stimme der CDU.

Bei den von Infratest Dimap erhobenen Zahlen zur Wählerwanderung handelt es sich nicht um genaue Werte, sondern um Schätzungen. Verstorbene und weggezogene Wähler werden dabei nicht berücksichtigt.

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