Arbeit an Fledermaus­parasiten

Biowaffen­forschung? Labor in Mecklenburg-Vorpommern wird Opfer russischer Propaganda

Wladimir Putin, Präsident von Russland, bedient sich zahlreicher Propaganda­instrumenten. Ein deutsches Forschungsinstitut ist dabei in den Fokus der russischen Staatsmaschinerie gerückt.

Wladimir Putin, Präsident von Russland, bedient sich zahlreicher Propaganda­instrumenten. Ein deutsches Forschungsinstitut ist dabei in den Fokus der russischen Staatsmaschinerie gerückt.

Riems. Der Kreml behauptet immer wieder, dass die Ukraine mithilfe westlicher Unterstützung Biowaffen baue, und rechtfertigt auch damit seinen Angriffskrieg. Nun ist das für Tiergesundheit zuständige Friedrich-Loeffler-Institut (FLI) auf der Insel Riems in Mecklenburg-Vorpommern Opfer dieser Propaganda geworden. Das russische Verteidigungs­ministerium hat auf seiner Internetseite ein Forschungsprojekt des FLI mit einem ukrainischen Institut in Charkiw als angeblichen Beweis veröffentlicht, wie die „Ostsee-Zeitung“ berichtet.

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Das konkrete Projekt: Arbeit an Fledermausparasiten

Da das FLI an Tierseuchen forscht und diese eine internationale Herausforderung sind, arbeitet es mit vielen Instituten aus anderen Ländern zusammen. Bei dem angeführten Projekt geht es um die Erforschung von Fledermausparasiten.

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Darin sieht Moskau den Beweis, dass das FLI für einen geheimen, vom Westen finanzierten Plan zur Entwicklung von Biowaffen arbeite. Das Institut wies die Vorwürfe als „völlig aus der Luft gegriffen“ zurück. Warum gerade diese Einrichtung in das Visier Russlands geraten ist, kann man sich dort nicht erklären.

Neben dem FLI wird laut „Ostseezeitung“ auch das Bernhard-Nocht-Institut für Tropenmedizin in Hamburg von Russland verdächtigt.

USA: Russland könnte Vorwürfe als Vorwand nutzen

Russland wirft der Ukraine immer wieder vor, geheime Biowaffenlabore mit Unterstützung der USA zu betreiben, und hatte das im UN-Sicherheitsrat thematisiert.

Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hatte die Vorwürfe zurückgewiesen. Dass eine solche Anschuldigung aus Moskau komme, bereite ihm Sorgen, sagte er. „Denn wir sind oft davon überzeugt worden, dass, wenn man Russlands Pläne kennen will, es die sind, die Russland anderen vorwirft.“

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Selenskyj fordert ein direktes Treffen mit Putin

Bald beginnt die vierte Woche der russischen Invasion in der Ukraine. Bislang haben die Verhandlungen zwischen Ukraine und Russland zu keinem Ergebnis geführt.

Die Vereinigten Staaten sehen die russischen Behauptungen als „Propaganda“ und ebenfalls als einen möglichen Vorwand für Russland, selbst Massenvernichtungs­waffen im Ukraine-Krieg einzusetzen.

RND/sf mit dpa

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