Martin Schulz tappt in AfD-Falle

Bitte recht freundlich: Martin Schulz posiert mit der AfD-Spitzenkandidatin aus Hessen, Mariana Harder-Kühnel, für einen Selfie.

Bitte recht freundlich: Martin Schulz posiert mit der AfD-Spitzenkandidatin aus Hessen, Mariana Harder-Kühnel, für einen Selfie.

Wiesbaden. Ein Selfie mit einem weiblichen Fan? Aber gerne doch – da lässt sich Kanzlerkandidat Martin Schulz offenbar nicht lange bitten. So auch beim Besuch eines Wiesbadener Wochenmarktes: Da lächelte der SPD-Spitzenkandidat sichtlich zufrieden in die Kamera einer gewissen Mariana Harder-Kühnel und wusste zu dem Zeitpunkt ganz sicher nicht, welche Blüten dieser Schnappschuss nur wenig später im Netz treiben würde. Denn Harder-Kühnel ist alles andere als eine SPD-Sympathisantin, sondern die Spitzenkandidatin der AfD in Hessen.

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Dass die AfD-Frau den Schnappschuss via Twitter obendrein der breiten Öffentlichkeit zugänglich gemacht hat, dürfte den Kanzlerkandidaten noch missmutiger stimmen – auch angesichts des provokant-süffisanten Kommentars unter dem Selfie: „Noch erkennt Martin Schulz mich nicht, das sollte sich nach der #Btw17 ändern! ;-) #TrauDichDeutschland: #AfD.

Überzeugte Schulz-Gegnerin

Immerhin hatte Harder-Kühnel beim Hessen-Gipfel der SPD im Februar in Friedewald noch an vorderster Front gegen den designierten Kanzlerkandidaten demonstriert: „Dieser Mann darf niemals Kanzler werden“, hatte die AfD-Spitzenkandidatin seinerzeit lautstark gewettert – und obendrein heftige Kritik an Schulz Europapolitik verteilt: So sei er für ein Europa der ungeschützten Außengrenzen und für eine Migration ohne Limit verantwortlich, lautete damals der Vorwurf der Rechtsanwältin aus dem Main-Kinzig-Kreis: Schulz habe mehr als 20 Jahre „im Elfenbeinturm der EU gelebt“ und habe „von der Lebenswirklichkeit in Deutschland keinen Schimmer“.

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Schulz selbst hat sich zu dem Selfie-Fauxpas bislang nicht geäußert.

Von RND/caro

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