Martin Schulz verteidigt Gabriel-Äußerung

Martin Schulz sprach am Donnerstag auf einer Wahlkampfveranstaltung in Kiel.

Martin Schulz sprach am Donnerstag auf einer Wahlkampfveranstaltung in Kiel.

Hannover. In der Debatte um eine Interview-Äußerung von Sigmar Gabriel hat SPD-Chef Martin Schulz seinen Parteifreund in Schutz genommen. „Sigmar Gabriel hat doch eigentlich eine Banalität ausgesprochen: Martin Schulz kann nicht unter Angela Merkel Kanzler werden. Deshalb wollen wir sie ja ablösen“, sagte Schulz im Interview mit dem RedaktionsNetzwerk Deutschland (RND). Die Deutung, wonach Gabriel für die SPD das Ziel aufgegeben habe, bei der Wahl stärker als die Union zu werden, bezeichnete Schulz als „Interpretation“ der Medien. „Sigmar Gabriel hat gesagt, er will die große Koalition nicht fortsetzen. Das will ich auch nicht. Wo ist das Drama?“

Weiterlesen nach der Anzeige
Weiterlesen nach der Anzeige

Schulz bekräftigte sein Ziel, die SPD zur stärksten Partei zu machen. „Mein Ziel ist und bleibt es, Kanzler der Bundesrepublik Deutschland zu werden, mit der SPD als stärkster Partei“, sagt er. „Dafür kämpfen Sigmar Gabriel, ich und die gesamte SPD jeden Tag 24 Stunden.“

Auch Sigmar Gabriel selbst verteidigte im Gespräch mit dem RND seine Äußerungen. „Das alles ist wirklich ein journalistischer Zirkus, der nachts um 3 Uhr wirre Meldungen absetzt, um sich bekannt zu machen“, sagte Gabriel dem RND. Er finde den Anspruch von Martin Schulz auf die Kanzlerschaft richtig, betonte der Außenminister. „50 Prozent der Wähler haben sich nicht entschieden, und beim TV-Duell wird es 20 Millionen Zuschauer geben. Martin Schulz und die SPD haben alle Chancen, weil Angela Merkel bei diesem Duell nicht mehr ausweichen kann.“

Von RND

Mehr aus Politik

 
 
 
 
 
Anzeige
Anzeige
Empfohlener redaktioneller Inhalt

An dieser Stelle finden Sie einen externen Inhalt von Outbrain UK Ltd, der den Artikel ergänzt. Sie können ihn sich mit einem Klick anzeigen lassen.

 

Ich bin damit einverstanden, dass mir externe Inhalte angezeigt werden. Damit können personenbezogene Daten an Drittplattformen übermittelt werden. Mehr dazu in unseren Datenschutzhinweisen.

Verwandte Themen

Letzte Meldungen

 
 
 
 
 
 
 
 
 

Spiele entdecken