„Mir liegt es am Herzen“: Familienministerin Spiegel wirbt weiter für bezahlten „Väterschutz“

Bundesfamilienministerin Anne Spiegel (Grüne).

Bundesfamilienministerin Anne Spiegel (Grüne).

Berlin. Bundesfamilienministerin Anne Spiegel hat sich noch einmal deutlich dafür ausgesprochen, dass Väter künftig nach der Geburt eines Kindes eine bezahlte „Väterzeit“ von zwei Wochen in Anspruch nehmen können. „Mir liegt es am Herzen, dass Väter keinen Urlaub nehmen müssen, um nach der Geburt beim Baby sein zu können“, sagte die Grünen-Politikerin der Deutschen Presse-Agentur.

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Aktuell sei es noch so, dass Väter sich „mit Mühe ihren Urlaub zusammenkratzen“ müssten, um nach der Geburt beim Neugeborenen und der Mutter sein zu können. Genau an dieser Stelle würden die Pläne der Ampelparteien SPD, Grüne und FDP ansetzen, erklärte Spiegel.

Im Koalitionsvertrag der drei Parteien heißt es dazu: „Wir werden eine zweiwöchige vergütete Freistellung für die Partnerin oder den Partner nach der Geburt eines Kindes einführen.“ Laut Spiegel beträfe eine Neuerung vor allem Väter. Hintergrund ist, dass Mütter unmittelbar nach der Geburt ohnehin dem Mutterschutz unterliegen.

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Kritik an den Plänen – vor allem vonseiten der Arbeitgeber

Aus Spiegels Sicht ist es überfällig, auch eine Art „Väterschutz“ einzuführen – wenn auch nur für eine kurze Zeit. „Die Zeit nach der Geburt ist eine ganz besondere Zeit im Leben. Eltern und Neugeborene sollten füreinander Zeit haben“, betonte Spiegel. Zwei Wochen seien „ein überschaubarer Zeitraum und gleichzeitig ein wichtiges familienpolitisches Zeichen“.

An den Plänen hatte es jüngst bereits Kritik gegeben – vor allem vonseiten der Arbeitgeber. „Die derzeit geltenden und gerade erst ausgeweiteten Regelungen zur Elternzeit sollten erst einmal ihre Wirkung entfalten, bevor über neue Instrumente nachgedacht wird“, hatte etwa der Hauptgeschäftsführer der Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitgeberverbände (BDA), Steffen Kampeter, vor einigen Wochen im Gespräch mit dem „Handelsblatt“ angemahnt. Von den Gewerkschaften kam dagegen Zuspruch.

Spiegel kündigte an, mit Arbeitgeberinnen und Arbeitgebern darüber das Gespräch suchen zu wollen. Auch die Perspektive von Beschäftigten, Gewerkschaften und Verbänden wolle sie einfließen lassen, sagte die Ministerin. Die Details – etwa dazu, wer genau die Kosten für diesen „Väterschutz“ künftig übernehmen soll – würden noch geklärt.

RND/dpa

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