Mobilmachung von 300.000 Rekruten

Bild zeigt Vielzahl von wehrfähigen Männern an russischem Flughafen

Das Bild zeigt Flugzeuge der russischen Fluggesellschaft Aeroflot (Archivbild).

Das Bild zeigt Flugzeuge der russischen Fluggesellschaft Aeroflot (Archivbild).

Moskau. Am Mittwoch hatte Kremlchef Wladimir Putin im Zuge einer Teilmobilmachung die Einberufung von 300.000 Reservisten befohlen. Einem Bericht zufolge könnte das russische Verteidigungsministerium sogar bis zu einer Million Menschen einberufen. Das steht in einem Teil des Dekrets, das nur für den internen Gebrauch bestimmt war. Kremlsprecher Dmitri Peskow dementierte die Angaben.

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Nichtsdestotrotz mehren sich die Berichte, dass an den Grenzen Russlands und den internationalen Flughäfen insbesondere Männer im wehrfähigen Alter versuchen, das Land zu verlassen. Ein Foto soll eine große Menge an Männern auf dem Flughafen Wnukowo in der russischen Hauptstadt Moskau zeigen.

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Vielzahl an Männern an Moskauer Flughafen

Die Männer wurden demzufolge von den Behörden befragt, ob sie militärpflichtig seien. Weiterhin soll geprüft worden sein, ob Reisende über ein Rückflugticket verfügen. Diese Angaben ließen sich zunächst nicht unabhängig überprüfen.

Ein Video des Dienstleisters für Flugüberwachung, „Flightradar24″, von Mittwochabend zeigt die Abflüge aus Russland am Dienstag und Mittwoch – vor allem mit Ziel Türkei.

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Laut der Nachrichtenagentur AP waren internationale Flüge aus Russland entweder ausverkauft oder aber der Preis schoss seit der Mobilmachung in die Höhe.

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Türkei: Lage am Flughafen Istanbul bislang ruhig

Die Lage am Flughafen Istanbul war am Donnerstagnachmittag offenbar zunächst noch ruhig. Istanbul ist einer der wenigen Flughäfen, die von russischen Fluggesellschaften noch angeflogen werden können. Die EU hatte nach dem russischen Überfall auf die Ukraine ein Embargo gegen Airlines aus Russland erlassen.

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In Deutschland hat die russische Teilmobilmachung eine Debatte über die Aufnahme von Kriegsdienstverweigerern und Deserteuren ausgelöst. Bundesinnenministerin Nancy Faeser (SPD) sagte der „Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung“: „Von schweren Repressionen bedrohte Deserteure erhalten im Regelfall internationalen Schutz in Deutschland.“ Die Erteilung von Asyl sei jedoch eine Einzelfallentscheidung, in deren Rahmen auch eine Sicherheitsüberprüfung erfolge.

Flüge aus Moskau nach Teilmobilmachung ausgebucht – Preise explodieren

Die Anordnung einer Teilmobilmachung durch Präsident Wladimir Putin am Mittwoch hat in Russland einen Run auf Flüge ins Ausland ausgelöst.

„Wer Putins Weg hasst, ist herzlich willkommen“

Der Grünen-Politiker Erik Marquardt forderte ein EU-Aufnahmeprogramm für die aus Russland ausreisenden Männer. „Die EU-Kommission muss schnell die Zügel in die Hand nehmen“, sagte der EU-Abgeordnete der Deutschen Presse-Agentur. Die EU könne kein Interesse daran haben, Menschen, die nicht für Putin kämpfen wollten, in den Krieg zu schicken. Diese Menschen dürften an den EU-Außengrenzen nicht abgewiesen werden.

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„Anscheinend verlassen viele Russen ihre Heimat: Wer Putins Weg hasst und die liberale Demokratie liebt, ist uns in Deutschland herzlich willkommen“, schrieb Bundesjustizminister Marco Buschmann (FDP) in der Nacht zu Donnerstag auf Twitter.

Wer als russischer Staatsbürger, um nicht in der Ukraine kämpfen zu müssen, in Deutschland Asyl beantragt, hat auch jetzt schon gute Aussichten, einen Schutzstatus zu erhalten. Allerdings schreckten in der Vergangenheit viele Russen davor zurück, einen Asylantrag zu stellen – aus Angst, dadurch womöglich eine spätere Rückkehr in die Heimat zu erschweren.

Die Mobilmachung hatte in Russland zu landesweiten Protesten geführt. Bürgerrechtler gehen von mehr als 1300 Festnahmen in mehreren russischen Städten aus. Einige Demonstranten sollen noch während des Polizeigewahrsams einen Einberufungsbescheid erhalten haben.

RND/alx mit dpa/AP

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