Wechselt Stoltenberg doch nicht nach Oslo?

Nato-Generalsekretär kann sich Verlängerung seines Vertrags mit dem Bündnis vorstellen

Jens Stoltenberg, Nato-Generalsekretär, gestikuliert während einer Pressekonferenz vor dem Nato-Gipfel im Nato-Hauptquartier.

Jens Stoltenberg, Nato-Generalsekretär, gestikuliert während einer Pressekonferenz vor dem Nato-Gipfel im Nato-Hauptquartier.

Brüssel. Nato-Generalsekretär Jens Stoltenberg hat sich offen für eine Verlängerung seines Vertrags an der Spitze der westlichen Verteidigungsallianz gezeigt. Es sei an den Alliierten, über solche Dinge zu entscheiden, sagte der Norweger am Mittwoch bei einer Pressekonferenz zum Nato-Sondergipfel an diesem Donnerstag.

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Stoltenbergs Worte kommen überraschend, da der 63-Jährige Anfang Februar zum künftigen Chef der norwegischen Zentralbank ernannt wurde. Seine derzeitige Amtszeit bei der Nato läuft am 30. September aus.

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Putins Krieg und Spannungen mit Russland könnten Gründe sein

Ob Stoltenberg von Staats- und Regierungschefs angesichts des Kriegs in der Ukraine gebeten wurde, eine Vertragsverlängerung in Erwägung zu ziehen oder sich selbst darum bemüht, blieb zunächst offen. Gerüchte über einen Verbleib hatte es zuletzt wieder gehäuft gegeben. Als Hintergrund gelten der Putins Krieg und die schweren Spannungen mit Russland. Nach Ansicht von Diplomaten spricht dies für ein Festhalten an einem erfahrenen Mann an der Spitze der Nato.

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Anerkennung hat sich Stoltenberg vor allem als geschickter Vermittler zwischen den teils sehr unterschiedlichen Interessen der mittlerweile 30 Nato-Staaten erworben. Als sein Verdienst gilt insbesondere die Moderation in dem während der Amtszeit von US-Präsident Donald Trump eskalierten Streit um die Verteidigungsausgaben der europäischen Alliierten. Trump drohte zeitweise sogar mit einem Austritt der USA aus dem Bündnis.

Ob er bleibt oder nicht: In der jüngeren Geschichte des Bündnisses ist Stoltenberg mit fast acht Jahren bereits der Generalsekretär mit der längsten Amtszeit. Er hat sogar den Deutschen Manfred Wörner überholt. Der Ex-Verteidigungsminister von der CDU war von 1988 bis zu seinem Tod im Jahr 1994 der höchste internationale Beamte der Allianz.

RND/dpa

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