Niedersachsen schließt Diskos und Clubs ab Corona-Inzidenz über 10 - mit regionalen Ausnahmen

Wegen steigender Corona-Infektionszahlen müssen Diskotheken, Clubs und Shisha-Lokale in Niedersachsen künftig ab einer Sieben-Tage-Inzidenz über 10 schließen.

Wegen steigender Corona-Infektionszahlen müssen Diskotheken, Clubs und Shisha-Lokale in Niedersachsen künftig ab einer Sieben-Tage-Inzidenz über 10 schließen.

Hannover. Mit einer Änderung der Corona-Verordnung reagiert Niedersachsen auf steigende Corona-Infektionen bei Jugendlichen und jungen Erwachsenen. Von Mittwoch an müssen Diskotheken und Clubs sowie Einrichtungen zum Konsum von Shisha-Pfeifen bereits ab einer Inzidenz von über zehn schließen, erläuterte Gesundheitsministerin Daniela Behrens (SPD) am Dienstag in Hannover. Bisher konnten sie bis zu einer Sieben-Tages-Inzidenz von 35 öffnen.

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Für Inzidenzen unter 10 gilt in Diskotheken, Clubs und Shisha-Lokalen die Maskenpflicht künftig auch beim Tanzen, zudem müssen Betreiber ein Hygienekonzept vorlegen und die Besucherzahl auf 50 Prozent der Kapazität begrenzen.

Vergleichsweise viele Ansteckungen

Grund sei, dass sich in diesem Einrichtungen vergleichsweise viele Menschen angesteckt hätten, sagte Behrens. Insgesamt sei mit einer landesweiten Inzidenz von 15,5 das Infektionsgeschehen derzeit gut beherrschbar. „Aber es gibt ein paar Problembereiche.“ Insbesondere unter den 15- bis 35-Jährigen breite sich das Virus aus.

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In dieser Altersgruppe ist Behrens zufolge bisher auch die Impfquote vergleichsweise gering, auch weil es für sie noch nicht so lange Impfangebote gibt. Junge Menschen stünden deshalb auch im Mittelpunkt der 3,6 Millionen Euro teuren Kampagne, mit der das Land vom 2. August an für die Impfungen werben will.

Die Anpassung sieht auch vor, dass die Landkreise und kreisfreien Städte mehr Handlungsspielraum bei der Ausgestaltung der Corona-Regeln bekommen. Sie können in Zukunft per Allgemeinverfügung einzelne Bereiche - etwa Beherbergung, Gastronomie (außer Discos, Clubs und Shisha-Lokale), Einzelhandel, körpernahe Dienstleistung und Sport - von Verschärfungen ausnehmen, wenn die nachweislich nicht zu einem Anstieg des Infektionsgeschehens beigetragen haben.

RND/dpa/epd

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