„Pandora Papers“: Jordaniens König Abdullah II. bestreitet Fehlverhalten bei Immobilienkauf

Der jordanische König Abdullah II. hat nach der Veröffentlichung der „Pandora Papers“ jedes Fehlverhalten beim Kauf von Luxuswohnungen im Ausland bestritten.

Der jordanische König Abdullah II. hat nach der Veröffentlichung der „Pandora Papers“ jedes Fehlverhalten beim Kauf von Luxuswohnungen im Ausland bestritten.

Amman. Der jordanische König Abdullah II. hat nach der Veröffentlichung der „Pandora Papers“ jedes Fehlverhalten beim Kauf von Luxuswohnungen im Ausland bestritten.

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Die Investition im Wert von mehr als 100 Millionen Dollar (rund 86 Millionen Euro) sei aus Sicherheitsgründen geheim gehalten worden, erklärte das Königshaus am Montag. Sie seien mit privaten Mitteln gekauft worden und hätten nichts mit dem jordanischen Staatshaushalt oder internationaler Hilfe an das Königreich zu tun. Sie würden für private Familienbesuche genutzt oder um Regierungsvertreter und ausländische Ehrengäste zu empfangen. Die Veröffentlichung sei ein Verstoß gegen die Sicherheit und eine Bedrohung des Königs und seiner Familie.

Ein internationales Journalistenkonsortium hatte am Sonntag geheim gehaltene Immobiliengeschäfte Hunderter Milliardäre, Politiker, Religionsführer und Drogenhändler veröffentlicht. Die sogenannten Pandora Papers beruhen nach Angaben des Konsortiums auf fast zwölf Millionen Dokumenten aus 14 Unternehmen weltweit.

Dem Bericht zufolge hat Abdullah von 1995 bis 2017 mit Hilfe von Beratern knapp drei Dutzend Briefkastenfirmen gegründet, mit denen der Monarch 14 Immobilien in Großbritannien und den USA im Gesamtwert von 106 Millionen Dollar gekauft hat.

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König Abdullah II. zieht rechtliche Schritte in Betracht

Für den König ist die Veröffentlichung peinlich, weil sein Halbbruder, der frühere Kronprinz Hamsah, Vorwürfe gegen ein herrschendes System von Korruption und Inkompetenz erhoben hat. Abdullah sprach von einer bösartigen Verschwörung und stellte Hamsah unter Hausarrest. Zwei frühere Berater wurden vor Gericht gestellt.

König Abdullah II. hat nach den Veröffentlichungen zu seinen Luxusimmobilien im Ausland mit rechtlichen Schritten gedroht. Der Königshof „behält sich das Recht auf die notwendigen rechtlichen Verfahren“ vor, hieß es in einer Mitteilung aus Amman am Montag. Der Hof wies alle Berichte kategorisch zurück, die „Fakten verzerrt haben und irreführende Informationen sowie unbegründete Schlussfolgerungen vorgelegt haben“. Die genannten Anwesen im Ausland seien weder geheim, noch seien sie mit öffentlichen Mitteln gekauft worden.

RND/AP/dpa

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