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Paris will weitere Strafmaßnahmen gegen Oligarchen

Paris will weitere Putin-Freunde auf EU-Sanktionsliste setzen

Luxusjachten ankern in Monte Carlo. (Symbolbild)

Paris/Nizza. Frankreich will Dutzende weitere Menschen aus dem Umfeld von Kremlchef Wladimir Putin auf die EU-Sanktionsliste setzen lassen, die nach Russlands Einmarsch in die Ukraine verhängt wurde.

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Die französischen Finanzbehörden hätten ermittelt, dass diese Personen oder ihre Angehörigen Besitztümer in Frankreich haben, sagte Wirtschaftsminister Bruno Le Maire am Montag dem französischen Sender LCI. „Wir werden mehrere Dutzend Namen von russischen Persönlichkeiten an die Europäische Kommission weiterleiten, damit sie unter Sanktionen gestellt werden“, sagte der Minister.

An der Côte d‘Azur, wo Russen seit Jahren in teure Anwesen investieren, machen sich die Sanktionen inzwischen bemerkbar. Die Immobilienbranche berichte von einem Ausbleiben neuer Aufträge und abspringenden Kunden aus Russland, schrieb die französische Zeitung „Nice-Matin“ am Montag.

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Für Tourismussektor machen Gäste aus Russland acht Prozent des Geschäfts an der Côte d‘Azur aus

Ein russischer Kunde habe ihn angerufen, er wolle sein Haus für fast 10 Millionen Euro verkaufen, weil er nicht mehr das Einkommen haben werde, das diesem Lebensstil entspricht, sagte ein Makler der Zeitung. Er berichtete auch von einem russischen Interessenten, der den Kauf einer Immobilie für mehr als 20 Millionen Euro in Saint-Tropez abgesagt habe, da dieser nun auf das Geld angewiesen sei.

Aber auch gut betuchte Touristen aus Russland und der Ukraine stornieren gerade ihren Sommerurlaub an der französischen Küste. Eine Immobilienagentur berichtete der Zeitung von einem Appartement in bester Strandlage in Nizza, das für Juli und August bei einem Preis von 1000 Euro pro Tag bereits komplett ausgebucht war. Nun hätten alle russischen und ukrainischen Gäste abgesagt. Für den Tourismussektor machen die Gäste aus Russland acht Prozent des Geschäfts an der Côte d'Azur aus, teilte die französische Industrie- und Handelskammer mit.

RND/dpa

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