Eigentlicher Wahltermin erst am 21. Mai

Australien: Auftakt zur Parlamentswahl

Der australische Premierminister Scott Morrison (rechts) und der Oppositionsführer Anthony Albanese geben sich während der zweiten Debatte der Staats- und Regierungschefs vor der Parlamentswahl die Hand.

Der australische Premierminister Scott Morrison (rechts) und der Oppositionsführer Anthony Albanese geben sich während der zweiten Debatte der Staats- und Regierungschefs vor der Parlamentswahl die Hand.

Mit den ersten Stimmabgaben hat am Montag die Parlamentswahl in Australien begonnen. 550 Wahllokale öffneten für all die Wähler, die am eigentlichen Wahltermin am 21. Mai verhindert sind. In den jüngsten Umfragen lag die oppositionelle Labor-Partei vor der konservativen Regierung von Ministerpräsident Scott Morrison.

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In Australien besteht Wahlpflicht. Es wurde erwartet, dass fast 17 Millionen der 26 Millionen Einwohner des Landes wählen werden. Vorzeitig wählen all die, die am Wahltag aus beruflichen Gründen verhindert oder auf Reisen sind. Auch Wahlberechtigte, die wegen der Corona-Pandemie dem großen Andrang in den Wahllokalen in zwei Wochen aus dem Weg gehen wollten, konnten früher wählen.

Streit um Wahltermin: „Wollen, dass Menschen wählen können, wann es ihnen passt“

Oppositionsführer Anthony Albanese sagte, die Konservativen wollten erreichen, dass die Wähler auf eine vorzeitige Stimmabgabe verzichteten, in der Hoffnung, dass der Vorsprung von Labor vor dem eigentlich Wahltag noch schwinden würde. „Wir wollen, dass die Menschen an unserer Demokratie teilhaben und wählen können, wann immer es ihnen passt“, sagte er.

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Regierungschef Morrison führte dagegen an, viele Wähler seien noch unentschieden. Sie hätten die Wahl zwischen einer starken Wirtschaft und einer schwächeren unter Labor. Beobachter gehen davon aus, dass die Entscheidung der australischen Zentralbank in der vergangenen Woche, die Zinssätze zum ersten Mal seit elf Jahren anzuheben, der Popularität der Regierung einen Dämpfer versetzte.

Der Ministerpräsident wählte als Wahltag den spätesten Termin, der möglich war, um so mehr Zeit für seinen Wahlkampf zu gewinnen. Mit dieser Taktik war er 2019 erfolgreich, als er den Meinungsumfragen trotzte und seine Koalition zu einem knappen Sieg führte. Er bemüht sich mit seinem Koalitionspartner, der National Party of Australia, um eine weitere Amtszeit von drei Jahren.

RND/AP

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