Public Viewing zur EM: Gebremstes Jubeln

Ein Bild aus fernen Tagen: Fanmassen verabschieden sich auf der Fanmeile am Brandenburger Tor in Berlin 2006 von der deutschen Nationalmannschaft. An Abstand, Masken und Aerosole dachte damals niemand.

Ein Bild aus fernen Tagen: Fanmassen verabschieden sich auf der Fanmeile am Brandenburger Tor in Berlin 2006 von der deutschen Nationalmannschaft. An Abstand, Masken und Aerosole dachte damals niemand.

Berlin. Pünktlich zur Fußball-Europameisterschaft sinken die Corona-Infektionszahlen weit rascher als die Erwartungen an Jogis Mannschaft in Löws letztem Turnier. Fast überall in Deutschland liegt die Inzidenz weit unter der Marke von 35.

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Dann müsse auch gemeinsames Fußballgucken in größerem Rahmen wieder erlaubt sein, fordert FDP-Bundesvize Wolfgang Kubicki gegenüber dem RedaktionsNetzwerk Deutschland (RND): „Das wäre die rechtliche Konsequenz. Denn nach dem Infektionsschutzgesetz sind die Beschränkungen aufzuheben, wenn die Sieben-Tage-Inzidenzzahl im jeweiligen Kreis unter 35 pro 100.000 Einwohner fällt. Dementsprechend gibt es keine rechtliche Handhabe gegen pauschale Verbote von Public Viewing.“

Das große öffentliche Fußballgucken bleibt aus

Klar ist aber auch: Das ganz große öffentliche Fußballgucken wird es dieses Mal nicht geben. Dagegen sprechen nicht nur die noch bestehenden Einschränkungen.

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Zudem halten sich die Organisatoren von Großevents aus Vernunft oder Vorsicht zurück: Eine Fanmeile in Berlin rund ums Brandenburger Tor wird es dieses Jahr nicht geben, teilt das zuständige Bezirksamt Berlin-Mitte dem RND mit.

„Es gab keine Anfragen zu einer Fanmeile an das Bezirksamt Mitte für die EM in diesem Jahr. Das gemeinsame Fußballliveerlebnis ist nur in der Innen- und Außengastronomie unter Einhaltung der Corona-Regeln möglich.“ Hunderttausende, die ekstatisch Aerosole tröten und Fremde umarmen – das wäre auch zu viel des Guten gewesen.

Fußballbiergärten halten sich zurück

Auch traditionelle Fußballbiergärten in der Hauptstadt halten sich zurück. „Bis auf Weiteres haben wir uns entschieden, keinen Fußball zu zeigen“, teilt zum Beispiel das „Golgatha“ in Berlin-Kreuzberg mit. „Wir können und wollen unsere Gäste und Mitarbeiter keinem unnötigen Risiko aussetzen.“

Im „Freiheit 15″ in Köpenick hingegen werden alle Deutschland-Spiele gezeigt. Auch auf dem Hamburger Spielbudenplatz soll es einen EM-Biergarten geben - mit Kontaktverfolgung und Maskenpflicht bis zum Tisch.

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„Dass Public Viewing jetzt möglich sein wird, sorgt bei Fans und Betrieben für gute Stimmung“, sagt Ingrid Hartges, Hauptgeschäftsführerin des Hotel- und Gaststättenverbandes Dehoga. „Nach vielen Monaten ohne echtes Livefußballerlebnis ist die Sehnsucht nach Ausgehen mit Freunden und nach Mitfiebern in der Gemeinschaft groß. Und auch unsere Gastronomen haben ihre Gäste schmerzlich vermisst.“

Trotz der Lockerungen seien „die Auflagen wie Hygiene- und Abstandsregeln konsequent einzuhalten“.

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