Viele sind erleichtert

Reaktionen auf Wahlsieg in Frankreich – Selenskyj: „Zusammen auf neue gemeinsame Siege zusteuern“

Der französische Präsident Emmanuel Macron nach seiner Wiederwahl

Der französische Präsident Emmanuel Macron nach seiner Wiederwahl

Der französische Präsident Emmanuel Macron hat erneut die Wahl gewonnen. Nach Auszählung aller Stimmen hat der liberale Politiker nach vorläufigem amtlichen Endergebnis mit 58,55 Prozent klar gewonnen. Seine rechte Herausforderin Marine Le Pen kam demnach auf 41,45 Prozent der Stimmen. Aus der internationalen Gemeinschaft kamen Glückwünsche. Auch in Deutschland äußerten sich viele Politiker zu Macrons Erfolg.

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Präsidentenwahl in Frankreich: Macron schlägt Le Pen mit rund 58 Prozent

Der liberale Emmanuel Macron setzte sich in der zweiten Runde der Präsidentenwahl am Sonntag mit 58 Prozent der Stimmen gegen seine rechte Konkurrentin durch.

So sendete Bundeskanzler Olaf Scholz, der zuvor mit anderen europäischen Regierungschefs zur Wahl Macrons aufgerufen hatte, „herzliche Glückwünsche“. Auf Twitter betonte er, die Wähler hätten ein starkes Bekenntnis zu Europa gesendet. „Ich freue mich, dass wir unsere gute Zusammenarbeit fortsetzen“, fügte er hinzu.

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Internationale Regierungschefs gratulieren

Auch US-Präsident Joe Biden hat Macron zu seiner Wiederwahl als französisches Staatsoberhaupt gratuliert. „Frankreich ist unser ältester Verbündeter und ein wichtiger Partner bei globalen Aufgaben“, schrieb Biden bei Twitter. Er freue sich auf die Weiterführung einer engen Kooperation etwa bei der Unterstützung der Ukraine, der Verteidigung der Demokratie und beim Kampf gegen den Klimawandel.

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Der britische Premierminister Boris Johnson sprach ebenfalls seine Glückwünsche auf Twitter aus. „Herzlichen Glückwunsch, Emmanuel Macron, zu Ihrer Wiederwahl als Präsident von Frankreich. Frankreich ist einer unserer engsten und wichtigsten Verbündeten. Ich freue mich darauf, weiterhin gemeinsam an den Themen zu arbeiten, die für unsere beiden Länder und die Welt am wichtigsten sind“, schrieb er.

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Polens Regierungschef Mateusz Morawiecki hatte sich wenige Tage vor der Wahl mit Macron gestritten. Der französische Präsident bezeichnete Morawiecki als „rechts­extremen Antisemiten“. Dieser wiederum warf Frankreich und weiteren west­europäischen Ländern vor, dass die aus seiner Sicht schwachen Sanktionen gegen Russland und die Diplomatie­versuche keinen Erfolg zeigen würden.

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Dennoch gratulierte auch der polnische Ministerpräsident. Alle Wahlen seien ein Fest der Demokratie. Nach den „hitzigen Kampagnen“ kehre der Alltag zurück, begann er seinen Beitrag auf Twitter. Er fuhr fort: „Viele gemeinsame Herausforderungen und Interessen stehen bevor. Es ist an der Zeit, gemeinsam daran zu arbeiten. Die Zukunft Europas liegt in unseren Händen. Ich gratuliere.“

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Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hat den französischen Staatschef ebenfalls zu dessen Wahlsieg beglückwünscht und ihn als „wahren Freund der Ukraine“ bezeichnet. „Ich bin überzeugt, dass wir zusammen auf neue gemeinsame Siege zusteuern werden“, schrieb Selenskyj auf Französisch auf Twitter. „In Richtung eines starken und vereinten Europas.“

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Auch Russlands Präsident Wladimir Putin hat reagiert. Er soll Macron eine Grußbotschaft geschickt haben, aus dem auf dem offiziellen Telegram-Kanal des Kremls zitiert wird: „Ich wünsche Ihnen aufrichtig Erfolg bei der Staatsführung, eine feste Gesundheit und Wohlergehen.“ Weitere Ausführungen, etwa den üblichen Wunsch nach der Gestaltung von gegenseitigen Beziehungen, fehlten. Angesichts des Angriffskrieges gegen die Ukraine ist das Verhältnis beider Länder äußerst angespannt.

+++ Alle Entwicklungen zum Krieg gegen die Ukraine im Liveblog +++

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Macron hatte seit dem Beginn der russischen Invasion Ende Februar mehrmals mit Kremlchef Wladimir Putin telefoniert. Und dafür hat ihn der tschechische Präsident Milos Zeman gelobt. Das hob er nach Angaben seines Sprechers bei seiner Gratulation zum Wahlerfolg hervor. „Unsere Hilfe für die Ukraine muss Hand in Hand mit diplomatischen Anstrengungen für ein Ende der Kämpfe und eine Friedenslösung gehen“, sagte Zeman.

Der tschechische Präsident drückte die Hoffnung aus, dass sein Land an die aktuelle „sehr aktive“ französische EU-Ratspräsidentschaft anknüpfen können werde, wenn es in der zweiten Jahreshälfte selbst den Staffelstab übernimmt. Die bilateralen Beziehungen zwischen Prag und Paris würdigte er als ausgezeichnet. Zeman lud Macron zu einem Staatsbesuch in Tschechien ein, um die „traditionelle Freundschaft zwischen beiden Ländern“ weiter zu vertiefen.

Aus China, das angesichts des Krieges gegen die Ukraine nicht die Schuld bei Russland, sondern bei Europa und den Amerikanern sieht, kamen ebenfalls Gratulationen Richtung Macron. Präsident Xi Jinping sagte, er würde gerne weiter mit Präsident Macron zusammenarbeiten, um diplomatische Beziehungen aufrechtzuerhalten. Das berichtete die Nachrichtenagentur AFP mit Verweis auf das chinesische Staatsfernsehen.

Er habe die Beziehungen zwischen China und Frankreich immer aus einer „strategischen und langfristigen Perspektive“ betrachtet, sagte Xi. Die gesunde und stabile Entwicklung von Beziehungen werde immer wichtiger. Denn die Weltpolitik sei „komplexen Veränderungen“ unterworfen.

Französischer Linksaußen-Kandidat Mélenchon fordert: „keine einzige Stimme für Le Pen“

Der französische Linksaußen-Kandidat Jean-Luc Mélenchon hat seine Anhänger dazu aufgerufen, nicht für die rechte Kandidatin Marine Le Pen zu stimmen.

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Mehrere afrikanische Staatschefs haben Emmanuel Macron ebenfalls gratuliert. „Seine Erfahrung mit internationalen Themen im Allgemeinen und der Sahelzone im Besonderen macht ihn zu einem wertvollen Partner für uns in unserem Kampf gegen den Terrorismus“, sagte Mohamed Bazoum, Präsident des westafrikanischen Krisenstaats Niger, indem Frankreich zahlreiche Truppen für den Anti-Terror-Kampf stationiert hat.

Ruandas Präsident Paul Kagame lobte Macron für seine „visionäre Führung, die danach strebt, zu vereinen und nicht zu spalten“. Macrons Wiederwahl sei „wohlverdient“, so Kagame.

Auch Äthiopiens Premierminister Abiy Ahmed und Senegals Präsident Macky Sall begrüßten Macrons zweite Amtszeit. Er hoffe, die Wiederwahl werde die Beziehungen zwischen Frankreich und Äthiopien weiter stärken, so Abiy.

Die ehemalige Kolonialmacht Frankreich ist ein wichtiger wirtschaftlicher sowie militärischer Partner in Afrika, vor allem für frankofone Länder des Kontinents.

Reaktionen in Deutschland

Auch in Deutschland haben sich viele Politiker zur Wahl in Frankreich geäußert. Die SPD-Vorsitzende Saskia Esken zeigte sich erfreut über die Wiederwahl Macrons. Diese sei in Zeiten eines Krieges in Europa und der Bedrohung der Demokratie ein wichtiges Zeichen für die Stabilität und die Handlungsfähigkeit Europas, sagte Esken am Montagmorgen dem Deutschlandfunk.

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Zugleich zeigte sie sich aber auch besorgt über das Abschneiden der Nationalistin und Europaskeptikerin Marine Le Pen bei der Stichwahl am Sonntag. „Ganz Europa hat die Aufgabe, auch diesen Tendenzen entgegenzuwirken, auch dafür zu sorgen, dass Menschen sich von der Politik stärker wahrgenommen fühlen, als es derzeit offenbar an vielen Stellen der Fall ist.“

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Der Vorsitzende der FDP, Christian Lindner, schrieb auf Twitter: „Es ging um grundsätzliche Wertefragen. Entschieden haben sich die Französinnen und Franzosen für Macron.“ Damit sei das vereinte Europa die größte Gewinnerin dieser Wahl. „Vive la France, vive l‘Europe“, fügte er hinzu.

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CDU-Chef Friedrich Merz schrieb auf Französisch. „Herzlichen Glückwunsch an Emmanuel Macron und an die Franzosen! Angesichts der aktuellen Herausforderungen müssen Frankreich und Deutschland ihrer Verantwortung gerecht werden und klare Entscheidungen treffen. Die Stimme Frankreichs in Europa ist wichtiger denn je. Ich wünsche Ihnen viel Erfolg“, so sein Statement.

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Sein Parteikollege Armin Laschet hat sich erleichtert gezeigt. Angesprochen unter anderem auf die vielen Stimmen für die Rechte Marine Le Pen sagte der CDU-Politiker am Montag im ARD-„Morgenmagazin“, überwiegend sei die Erleichterung gewesen, „denn diese Wahl war wichtiger für Europa, für die Außenpolitik als die deutsche Bundestagswahl“. Bei letzterer habe es viel Übereinstimmung der Kandidaten in der Europapolitik gegeben. „In Frankreich stand alles auf der Kippe. Wenn Le Pen gewonnen hätte, wäre das ein anderes Europa gewesen.“

Laschet forderte mit Blick auf Macron und die künftige Politik Deutschlands: „Wir sollten jetzt auf ihn positiv reagieren. Wir sollten jetzt den Moment nutzen, einen neuen Schub in die deutsch-französischen und in die europäischen Beziehungen zu geben. Jetzt könnten wir die politische Union, auch die Sicherheitsunion neu begründen.“

Der AfD-Chef Timo Chrupalla richtete seine Glückwünsche nicht an den Sieger Macron. Der Vorsitzende der rechten Partei gratulierte der ihr politisch nahestehenden Marine Le Pen für ihr gutes Ergebnis. „Emmanuel Macron hat nur einen Scheinsieg errungen. Der Kurswechsel in Europa ist Realität und lässt sich auf Dauer nicht aufhalten“, ergänzte er auf Twitter.

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Auch die deutsche Wirtschaft ist erleichtert

Auch Vertreter der deutschen Wirtschaft haben den Sieg von Macron begrüßt. „Eine französische Präsidentin Marine Le Pen hätte Frankreich und die Europäische Union in eine tiefe interne Krise geführt“, sagte Karl Haeusgen, Präsident des Verbands der Anlagen- und Maschinenbauer (VDMA). Die französische Bevölkerung habe sich mit der Wahl Macrons für eine Zukunft Frankreichs in der EU entschieden. Ähnlich erleichtert hatte sich zuvor auch BDI-Präsident Siegfried Russwurm geäußert.

Gleichzeitig zeigte sich VDMA-Präsident Haeusgen besorgt über den hohen Anteil von Marine Le Pen und anderen politisch extremen Kandidaten im ersten Wahlgang vor zwei Wochen. „Der europäische Maschinen- und Anlagenbau mit seinen zahlreichen international vernetzten Unternehmen braucht nicht nur einen gut funktionieren EU-Binnenmarkt, sondern auch eine starke Stimme Europas auf der internationalen Bühne“, sagte der Verbandschef. Ein sehr großer Teil der Bevölkerung habe jedoch radikalen Parteien seine Stimme gegeben und sich gegen das europäische Projekt in seiner jetzigen Form ausgesprochen. Das sei eine große Herausforderung für den französischen Präsidenten.

RND/sf/dpa

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