Präsidentschaftswahl in Frankreich

Rechtsradikaler Kandidat will eine Million Ausländer abschieben

Éric Zemmour bei einer Wahlkampfveranstaltung in Metz am 18. März 2022.

Éric Zemmour bei einer Wahlkampfveranstaltung in Metz am 18. März 2022.

Paris. In Frankreich hat der rechtsextreme Präsidentschaftskandidat Éric Zemmour das Abschieben von einer Million Ausländer zu seinem Ziel erklärt. „Was ich möchte ist: alle Menschen zurückschicken, die wir nicht mehr haben wollen“, sagte Zemmour am Montagabend dem Sender M6.

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Dazu wolle er ein Rückführungs- und Abschiebeministerium schaffen, das die „Remigration“ per Flugzeug organisiere. Zemmour sprach in dem TV-Interview von der Rückführung von Ausländern, „die nicht mehr tolerabel in Frankreich sind“. Präsident Emmanuel Macron habe in seiner Amtszeit zwei Millionen Ausländer ins Land gelassen, er wolle eine Million abschieben.

Zemmour stürzt in Umfragen ab

Zemmour wurde bereits mehrfach wegen rassistischer Äußerungen verurteilt. Er propagiert die Verschwörungstheorie eines angeblichen großen Bevölkerungsaustausches. Im Anlauf zur Präsidentschaftswahl im April verlor er in den Umfragen zuletzt stark an Rückhalt und rangiert mit rund zehn Prozent nur noch auf Rang vier bis fünf.

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Kurzzeitig hatten einige Umfragen ihn mit über 16 Prozent auf Platz zwei hinter Macron gesehen, der für eine zweite Amtszeit antritt. Seit Beginn des Ukraine-Kriegs schwindet die Unterstützung für den extrem rechten Publizisten aber zusehends. Die Zuspitzung seiner Thesen wird als Versuch gewertet, wieder mehr Aufmerksamkeit und Zuspruch zu erhalten.

RND/dpa

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