Anerkennung für Helfer

Sachsens Innenminister will Orden für Einsatzkräfte bei Waldbränden

Ein Mitglied der Freiwilligen Feuerwehr Gruppersdorf pausiert beim Waldbrand-Einsatz im Kerngebiet des Nationalparks Sächsische Schweiz. Das Bild entstand Anfang August.

Ein Mitglied der Freiwilligen Feuerwehr Gruppersdorf pausiert beim Waldbrand-Einsatz im Kerngebiet des Nationalparks Sächsische Schweiz. Das Bild entstand Anfang August.

Leipzig. Sachsens Innenminister Armin Schuster (CDU) will den ehrenamtlichen Helfern, die bei den Waldbränden der vergangenen Wochen im Einsatz waren, eine besondere Form der Anerkennung zukommen lassen. „Das steht definitiv auf unserer To-Do-Liste. Es ist völlig klar, dass es so etwas geben muss“, sagte Schuster im LVZ-Interview. „Die Freiwilligen Feuerwehren, das THW, Bundeswehr und Bundespolizei haben geholfen, ein wertvolles Stück Sachsen zu retten.“

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„Helfern hat Orden mehr gegeben als Geld“

Schuster ist allerdings skeptisch, ob die Helfer eine Geldprämie erhalten sollten: „Ob es Geld sein muss, weiß ich nicht.“ Er erinnerte sich, dass er für die Bundespolizei 2002 bei der Oderflut im Einsatz war. „Danach hat Brandenburg die Helfer mit einem Flutorden ausgezeichnet. Vielen Helfern hat dieser Orden an der Uniform mehr gegeben als Geld. Ich könnte mir das auch in Sachsen vorstellen. Der Ministerpräsident wird das Richtige tun.“

Sachsen braucht 10.000-Liter-Fahrzeuge

Erneut forderte Schuster, dass Sachsen den Schutz gegen Waldbrände vorantreiben müsse. Im Freistaat sei man auf großflächige Vegetations- und Waldbrände „noch nicht ausreichend“ vorbereitet: „Bei den Geräten brauchen wir 10.000-Liter-Gefährte, um dort hineinfahren zu können. Das machen wir bisher mit landwirtschaftlichen Fahrzeugen oder Wasserwerfern. In der Sächsischen Schweiz hätten wir zudem kleine geländegängige Fahrzeuge mit Wassertank benötigt. Große mobile Wasserbassins wären wertvoll, damit Löschhubschrauber dort Wasser aufnehmen können.“

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Gemeinsame Lösung mit anderen Bundesländern

Der Innenminister könnte sich bei der Anschaffung der notwendigen Geräte eine Kooperation mit benachbarten Bundesländern vorstellen: „Ich habe schon mit Brandenburg gesprochen. Wir wollen uns mit Sachsen-Anhalt treffen, um über eine gemeinsame Lösung zu reden. Für besonders teure Technik wäre das sicher ein Ansatz.“

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