Spendenaufruf für ukrainische Geflüchtete

Russischer Journalist will Friedensnobelpreis-Medaille versteigern

Dmitri Muratow, Chefredakteur der Moskauer Zeitung „Nowaja Gaseta“ und die Journalistin Maria Ressa umarmen sich, nachdem ihnen im Oktober der Friedensnobelpreises im Rathaus von Oslo verliehen wurde (Archivfoto).

Dmitri Muratow, Chefredakteur der Moskauer Zeitung „Nowaja Gaseta“ und die Journalistin Maria Ressa umarmen sich, nachdem ihnen im Oktober der Friedensnobelpreises im Rathaus von Oslo verliehen wurde (Archivfoto).

Der russische Journalist Dmitri Muratow will seine Friedensnobelpreis-Medaille zugunsten ukrainischer Flüchtlinge versteigern lassen. Muratow rief am Dienstag in seiner unabhängigen Zeitung „Nowaja Gaseta“ die Leser dazu auf, mit den Flüchtlingen, den Verletzten und Kindern der Ukraine zu teilen. Er erkundigte sich bei Auktionshäusern nach einer Möglichkeit, einen Verkauf der Medaille zu organisieren.

Weiterlesen nach der Anzeige
Weiterlesen nach der Anzeige
Empfohlener redaktioneller Inhalt

An dieser Stelle finden Sie einen externen Inhalt von Twitter, Inc., der den Artikel ergänzt. Sie können ihn sich mit einem Klick anzeigen lassen.

 

Ich bin damit einverstanden, dass mir externe Inhalte angezeigt werden. Damit können personenbezogene Daten an Drittplattformen übermittelt werden. Mehr dazu in unseren Datenschutzhinweisen.

Muratow unterstrich seine Ankündigung mit einem Appell: „Stoppt das Schießen, tauscht Gefangene aus, unterstützt Geflüchtete“, schrieb er auf der Seite. Seit Jahren wird die regierungskritische Zeitung vom russischen Staatsapparat unter Druck gesetzt und bedroht. Muratow setzt sich weiterhin für Pressefreiheit ein. „Jeden Tag erzählen wir Ihnen, was in Russland und der Welt passiert. Unsere Journalisten haben keine Angst, die Wahrheit zu erfahren, um sie Ihnen zu zeigen“ heißt es in einem Spendenaufruf für die Zeitung.

Russisches Mediengesetz erschwert Pressearbeit

Durch die Verschärfung des russischen Mediengesetzes ist es russischen Medien nahezu unmöglich, unabhängig über den Krieg gegen die Ukraine zu berichten. Die Worte „Krieg“ und „Invasion“ sind in der Berichterstattung verboten. Muratow hatte angekündigt, trotzdem weiterarbeiten zu wollen.

Weiterlesen nach der Anzeige
Weiterlesen nach der Anzeige

Bereits im vergangenen Jahr kündigte Muratow an, er werde seinen Anteil am Preisgeld in Höhe von insgesamt knapp einer Million Euro unter anderem für unabhängige Medien, ein Moskauer Hospiz und die Betreuung von Kindern mit Wirbelsäulenproblemen spenden. Für sich selbst wollte er nichts behalten. Der Mitgründer der „Nowaja Gaseta“ bekam den Friedensnobelpreis 2021 gemeinsam mit der philippinischen Journalistin Maria Ressa zugesprochen.

RND/dpa/lau

Mehr aus Politik

 
 
 
 
 
Anzeige
Anzeige
Empfohlener redaktioneller Inhalt

An dieser Stelle finden Sie einen externen Inhalt von Outbrain UK Ltd, der den Artikel ergänzt. Sie können ihn sich mit einem Klick anzeigen lassen.

 

Ich bin damit einverstanden, dass mir externe Inhalte angezeigt werden. Damit können personenbezogene Daten an Drittplattformen übermittelt werden. Mehr dazu in unseren Datenschutzhinweisen.

Verwandte Themen

Letzte Meldungen

 
 
 
 
 
 
 
 
 

Spiele entdecken