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Scholz ließ sich nichts anmerken

Schrille Nationalhymne bei Kanzlerbesuch im Niger: So sind die Reaktionen auf Twitter

Niamey: Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD), wird von Mohamed Bazoum, Präsident der Republik Niger, mit militärischen Ehren am Präsidentenpalast begrüßt. Die Musik war nicht so gut.

Es ist zweifelsohne eine sehr ungewohnte Interpretation der deutschen Nationalhymne, mit der Bundeskanzler Olaf Scholz empfangen wurde. Bei seinem Besuch im Niger am Montag versuchte eine Blaskapelle die Melodie zu spielen und traf dabei kaum einen Ton. Scholz trug mit seiner hanseatischen Manier den diplomatischen Gepflogenheiten Rechnung und blieb vor den Musikern stehen – ohne mit der Wimper zu zucken. Auf dem Kurznachrichtendienst Twitter hingegen sorgte die Darbietung für Erheiterung.

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ZDF-Hauptstadtkorrespondent Andreas Kynast postete dort eine Aufnahme von dem Auftritt – versehen mit der Anmerkung „Variante der deutschen Nationalhymne“.

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„Was ist schon ein Halbton unter Freunden!“

Arne Meyer-Fünffinger, vom Hauptstadtstudio der ARD, kommentiert: „Ein Kollege pflegte bei solchen Gelegenheiten immer zu sagen: Was ist schon ein Halbton unter Freunden!“

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Viele Kommentare sind aber auch dezidiert politisch: „Diese gequälte Version der deutschen Nationalhymne ist der Ampelkoalition doch sehr angemessen“, meint ein Nutzer.

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„Eine Hymne in dieser Art gespielt wird dem Bundeskanzler mehr als gerecht“, findet ein anderer. Ein drittes Beispiel: „Noch nie hat die deutsche Nationalhymne besser zur aktuellen Regierung gepasst.“

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Eine andere Person sieht darin eine Metapher für das Verhältnis Deutschlands zum Niger: „Das wird den Beziehungen beider Staaten gerecht. Haben es einfach selten gespielt und wenig Feedback bekommen.“

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Nutzerin: „Leberwurst“ weigert sich, in Ukraine zu fahren

Nicht weniger sarkastisch reagiert eine Nutzerin, die die Ukraine-Politik des Kanzler kritisiert: „Jetzt bitte den direkten Vergleich zum Staatsempfang aus Kiew, um das einordnen zu können. Ach nee, da weigert die Leberwurst sich ja hinzufahren.“

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Auch Verständnis für schiefe Vorstellung

Einige User äußern aber auch Verständnis für die schiefe Vorstellung und legen nahe, dass es rassistisch sei, sich über Musiker lustig zu machen. Es sei geistlos, meint etwa ein Nutzerin und fügt hinzu: „Hast du einen Moment über die Musiker und ihr Leben nachgedacht?“ Andere vermuten, die missglückte Vorstellung lasse dadurch erklären, dass das Orchester für Europäer ungewöhnliche Instrumente verwende.

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Niger für Bundesregierung strategisch wichtig

Scholz ist seit Sonntag auf Afrikareise. Im Niger besuchte er die Hauptstadt Niamey, aber auch die dort stationierten Bundeswehrsoldaten. Mit seinen knapp 25 Millionen Einwohnern gilt das Land als wichtiger Partner Deutschlands im Kampf gegen den islamistischen Terror in der Sahelzone.

Von der Bundesregierung wird das arme Land als „Anker der Stabilität“ gesehen – vor allem jetzt, da in den Nachbarländern Mali und Burkina Faso Militärs an der Macht sind. Die demokratisch gewählte Regierung von Präsident Mohamed Bazoum im Niger fährt einen prowestlichen Kurs und hat sich – anders als viele andere afrikanische Länder – klar gegen eine Zusammenarbeit mit Russland ausgesprochen.

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RND/sf

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