Beitritt von Schweden und Finnland?

Erdogan bekräftigt Nein zur Nato-Norderweiterung

Recep Tayyip Erdogan, Präsident der Türkei, spricht nach einer Kabinettssitzung in Ankara.

Recep Tayyip Erdogan, Präsident der Türkei, spricht nach einer Kabinettssitzung in Ankara.

Solange er an der Spitze des Staates stehe, werde die Türkei nicht Ja zu einem Nato-Beitritt von Ländern sagen, die den Terror unterstützen, sagte der türkische Staatschef Recep Tayyip Erdogan laut dem staatlichen TV-Sender TRT Haber.

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Die Türkei wirft den beiden skandinavischen Ländern vor, sie beherberge Mitglieder der verbotenen kurdischen Terrororganisation PKK und Anhänger des islamischen Predigers Fethullah Gülen, den Erdogan als Drahtzieher des Putschversuchs vom Juli 2016 betrachtet. Erdogan verlangt die Auslieferung von etwa 30 in der Türkei steckbrieflich gesuchten Personen.

Die Nato zieht eine Show ab wie noch nie

Bis zu 30 Militärflugzeuge gleichzeitig kontrollieren derzeit den Himmel über der Ostflanke der Nato, rund um die Uhr. Durch die Ostsee pflügen Marineverbände, die man dort nie sah. Vor Schottland tauchen Atom-U-Boote von Amerikanern, Briten und Franzosen gleichzeitig auf. Mit einer nie da gewesenen „show of force“ sendet die Nato selbstbewusste Botschaften Richtung Moskau.

Am vergangenen Mittwoch waren Delegationen aus Schweden und Finnland in Ankara mit türkischen Regierungsvertretern zusammengetroffen. Die Gespräche seien aber „nicht auf dem erwarteten Niveau“ verlaufen, kritisierte Erdogan laut TRT Haber am Samstag vor Journalisten auf dem Rückflug aus Aserbaidschan.

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Dauerkonflikt mit Griechenland verhärtet sich

Auch im Dauerkonflikt mit dem Nachbarn Griechenland verhärten sich die Fronten. Erdogan bekräftigte, dass er jeden Kontakt zum griechischen Premier Kyriakos Mitsotakis abgebrochen habe: „Er ist für mich kein Gesprächspartner mehr, ich lehne jeden Kontakt ab.“ Bereits vergangene Woche hatte der türkische Staatschef erklärt, Mitsotakis existiere für ihn nicht mehr, er werde ihn nie wieder treffen.

Erdogan wirft dem griechischen Premier vor, er habe bei einem Besuch in Washington vorvergangene Woche amerikanische Waffenlieferungen an die Türkei zu hintertreiben versucht. Erdogan sagte vor Journalisten: „Wir haben ihnen (den Griechen) gesagt, sie sollten sich zusammenreißen, aber das haben sie nicht getan.“ Jetzt gebe es „keine Gemeinsamkeiten mehr“ mit Griechenland, sagte Erdogan.

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