So will Schulz Kanzler werden – und das ließ er offen

Der SPD-Kanzlerkandidat und künftige Parteivorsitzende, Martin Schulz, bei seiner Rede in der SPD-Parteizentrale vor Parteianhängern.

Der SPD-Kanzlerkandidat und künftige Parteivorsitzende, Martin Schulz, bei seiner Rede in der SPD-Parteizentrale vor Parteianhängern.

Berlin. Gut eine Stunde lang hat sich Martin Schulz am Sonntag als SPD-Kanzlerkandidat bei Partei und Wählern vorgestellt. Die Kernaussagen seiner Antrittsrede:

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MACHTANSPRUCH: "Ich trete mit dem Anspruch an, Bundeskanzler der Bundesrepublik Deutschland zu werden. (...) Die SPD tritt mit dem Anspruch an, bei der kommenden Bundestagswahl die stärkste politische Kraft in unserem Land zu werden."

AUFBRUCH: "Es geht ein Ruck durch die SPD. Es geht ein Ruck durch das ganze Land. Wir wollen und werden diese Aufbruchstimmung nutzen."

EIGENE BIOGRAFIE: "Dass ich kein Abitur habe, nie studierte und dass ich aus der Provinz komme. All diese Dinge sehe ich nicht als Makel, weil ich diese Zuschreibungen mit der Mehrheit der Menschen in unserem Land teile."

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WAHLKAMPF: "Politischer Meinungsstreit darf nicht zu Hass, zu Häme oder zu Spott führen und diejenigen, die das versuchen, werden wir demaskieren. (...) Ich lade die anderen demokratischen Parteien dazu ein, sich einem Fairnessabkommen anzuschließen."

SOZIALE GERECHTIGKEIT: "Ich möchte, dass es gerecht in unserem Land zugeht. Wenn der kleine Bäckerladen anständig und selbstverständlich seine Steuern zahlt und dadurch unser Gemeinwesen finanziert, der globale Kaffeekonzern sich aber davor drückt und sein Geld in Steueroasen parkt, dann geht es nicht gerecht zu."

BILDUNG: "Bildung muss gebührenfrei werden von der Kita bis zum Studium."

FLÜCHTLINGE: "Unsere Gesellschaft ist als Ganzes herausgefordert, weil Rattenfänger versuchen, auf dem Rücken der Flüchtlinge ihr politisches Kapital zu schlagen. Das ist schändlich und abstoßend."

KRIMINALITÄT: "Wer in Deutschland straffällig wird und sich nicht an die Regeln hält, der wird die volle Härte deutscher Gesetze und der Sicherheitsbehörden spüren."

AfD: "Wozu ein blinder Nationalismus aber führt, haben wir in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts erlebt. Deshalb ist die Partei der Höckes, der Gaulands und Petrys keine Alternative für Deutschland, sondern sie ist eine Schande für die Bundesrepublik."

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EUROPA: "Mit mir wird es kein Europa-Bashing geben und deshalb empfinde ich es als Kompliment, dass mir Europakompetenz attestiert wird, denn die braucht man dringend, wenn man ins Kanzleramt einziehen will! Als Bundeskanzler werde ich daran mitwirken, dass dieses Europa besser, effizienter und bürgernäher wird."

DONALD TRUMP: "Dass ein US-Präsident Mauern hochziehen will, laut über Folter nachdenkt und Frauen, Religionsgemeinschaften, Minderheiten, Menschen mit Beeinträchtigungen, Künstler und Intellektuelle mit unverschämten und gefährlichen Äußerungen attackiert, das ist ein Tabubruch, der unerträglich ist."

SIGMAR GABRIEL: "Dass du mein Freund bist, darüber bin ich sehr froh. Du bist ein toller Typ."

Von dpa/RND

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