Nach erneutem Stromausfall

Sorge um Akw Saporischschja: IAEA-Chef Grossi reist kurzfristig in die Ukraine

Auf diesem während einer vom russischen Verteidigungsministerium organisierten Reise aufgenommenen Foto, bewacht ein russischer Soldat einen Bereich des Kernkraftwerks Saporischschja in einem Gebiet unter russischer Militärkontrolle im Südosten der Ukraine.

Auf diesem während einer vom russischen Verteidigungsministerium organisierten Reise aufgenommenen Foto, bewacht ein russischer Soldat einen Bereich des Kernkraftwerks Saporischschja in einem Gebiet unter russischer Militärkontrolle im Südosten der Ukraine.

Kiew. Nachdem das von russischen Truppen kontrollierte Atomkraftwerk Saporischschja erneut von der externen Stromversorgung abgeschnitten wurde, kündigte der Chef der Internationale Atomenergie-Organisation (IAEA), Rafael Grossi, kurzfristig eine Reise in die Ukraine an. Nach seinem Treffen in St. Petersburg kehre er nach Kiew zurück, schrieb Grossi bei Twitter. Dazu verbreitete er ein Foto, das ihn vor einem ukrainischen Zug zeigt. „Die Arbeiten zur Einrichtung einer Schutzzone für nukleare Sicherheit und Sicherheit um das Kernkraftwerk Saporischschja werden fortgesetzt“, kündigte Grossi an.

Weiterlesen nach der Anzeige
Weiterlesen nach der Anzeige
Empfohlener redaktioneller Inhalt

An dieser Stelle finden Sie einen externen Inhalt von Twitter, Inc., der den Artikel ergänzt. Sie können ihn sich mit einem Klick anzeigen lassen.

 

Ich bin damit einverstanden, dass mir externe Inhalte angezeigt werden. Damit können personenbezogene Daten an Drittplattformen übermittelt werden. Mehr dazu in unseren Datenschutzhinweisen.

Nur wenige Stunden zuvor hatte es Probleme bei der Stromversorgung des Kernkraftwerks gegeben. Die Sicherheitssysteme erhielten zwischenzeitlich Strom aus Dieselgeneratoren. Der ukrainische Betreiber Enerhoatom machte einen russischen Raketenangriff für den Stromausfall verantwortlich. Nach einigen Stunden sei das Problem wieder behoben worden, so Grossi. „„Dieser wiederholte Netzausfall im AKW Saporischschja ist eine zutiefst beunruhigende Entwicklung“, so der IAEA-Chef. Der Stromausfall unterstreiche, wie dringend eine Sicherheitszone um das AKW eingerichtet werden müsse.

Saporischschja ist das größte Atomkraftwerk Europas und wurde kurz nach Beginn des Kriegs von russischen Truppen besetzt. Für den Betrieb sorgen weiter ukrainische Mitarbeiter. Derzeit sind alle Atomreaktoren heruntergefahren. Sie müssen aber weiter gekühlt werden und dafür wird Strom benötigt. Das AKW war bereits vor fünf Tagen zeitweise von der externen Stromversorgung abgeschnitten worden.

Weiterlesen nach der Anzeige
Weiterlesen nach der Anzeige

Der staatliche ukrainische Kraftwerkbetreiber Enerhoatom teilte bei Telegram mit, ein russischer Raketenangriff habe ein Umspannwerk beschädigt. Automatisch hätten sich daraufhin die Dieselgeneratoren eingeschaltet. Laut IAEA verfügt das größte Atomkraftwerk Europas über Dieselvorräte, um die Kühlsysteme etwa 10 Tage lang auch ohne externen Strom zu betreiben und einen Atomunfall zu verhindern. Enerhoatom-Chef Petro nannte die Generatoren die letzte Verteidigungslinie vor einem Strahlenunfall.

RND/AP/dpa/scs

Mehr aus Politik

 
 
 
 
 
Anzeige
Anzeige
Empfohlener redaktioneller Inhalt

An dieser Stelle finden Sie einen externen Inhalt von Outbrain UK Ltd, der den Artikel ergänzt. Sie können ihn sich mit einem Klick anzeigen lassen.

 

Ich bin damit einverstanden, dass mir externe Inhalte angezeigt werden. Damit können personenbezogene Daten an Drittplattformen übermittelt werden. Mehr dazu in unseren Datenschutzhinweisen.

Letzte Meldungen