Nach Festnahme im August 2021

Spionagevorwurf: Britischer Botschaftsangestellter plädiert auf unschuldig

07.04.2022, Großbritannien, London: Ein Polizeiwagen, in dem mutmaßlich ein britischer Staatsbürger sitzt, der wegen neun Verstößen gegen den Official Secrets Act 1911 angeklagt ist, verlässt den Westminster Magistrates Court in London. Der Angeklagte, der als Wachmann in der britischen Botschaft in Berlin beschäftigt war, wurde am 06.04.2022 von Deutschland an Großbritannien ausgeliefert, nachdem er am 10.08.2021 von der deutschen Polizei festgenommen worden war. Die neun Anklagepunkte beziehen sich auf die Sammlung und Weitergabe von Informationen, die für den russischen Staat nützlich sind.

07.04.2022, Großbritannien, London: Ein Polizeiwagen, in dem mutmaßlich ein britischer Staatsbürger sitzt, der wegen neun Verstößen gegen den Official Secrets Act 1911 angeklagt ist, verlässt den Westminster Magistrates Court in London. Der Angeklagte, der als Wachmann in der britischen Botschaft in Berlin beschäftigt war, wurde am 06.04.2022 von Deutschland an Großbritannien ausgeliefert, nachdem er am 10.08.2021 von der deutschen Polizei festgenommen worden war. Die neun Anklagepunkte beziehen sich auf die Sammlung und Weitergabe von Informationen, die für den russischen Staat nützlich sind.

London/Potsdam. Ein früherer Sicherheitsmann der britischen Botschaft in Berlin, dem Spionage für Russland vorgeworfen wird, hat bei einer ersten Anhörung vor Gericht in London auf unschuldig plädiert. Beamte des Bundeskriminalamts hatten den Mann am 10. August vergangenen Jahres in Potsdam wegen mutmaßlicher Agententätigkeit festgenommen. Der 57-Jährige war in dieser Woche an Großbritannien ausgeliefert worden - und muss sich nun in neun Anklagepunkten verantworten.

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Der Bundesanwaltschaft zufolge wird dem Mann vorgeworfen, für einen russischen Geheimdienst gegen Geld Dokumente besorgt zu haben. Spätestens seit November 2020 soll er mindestens einmal Material weitergegeben haben, an das er im Zuge seiner Arbeit gelangt war. Wie viel Bargeld er dafür bekam, war unklar. Der zuständige Strafsenat des Brandenburgischen Oberlandesgerichts (OLG) hatte am 22. März beschlossen, dass die Auslieferung des Verdächtigen an Großbritannien zur Strafverfolgung zulässig ist.

Wie die britische Nachrichtenagentur PA meldete, sammelte der Mann der Anklage zufolge unter anderem persönliche Daten über Diplomaten sowie über das Gebäude und die Sicherheitsvorkehrungen an der Botschaft. Der Prozess in London soll am 13. April fortgesetzt werden. Der Angeklagte muss in Untersuchungshaft bleiben, wie der Richter am Donnerstag entschied.

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RND/dpa

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