„Große Illusion des Westens"

Tochter von Putin-Sprecher: Sanktionen werden nichts bewirken

Die Tochter von Putin-Sprecher Dmitri Peskow glaubt nicht, dass die westlichen Sanktionen gegen kremlnahe Familien etwas bewirken werden.

Die Tochter von Putin-Sprecher Dmitri Peskow glaubt nicht, dass die westlichen Sanktionen gegen kremlnahe Familien etwas bewirken werden.

Die Tochter von Putin-Sprecher Dmitri Peskow glaubt nicht, dass die westlichen Sanktionen gegen kremlnahe Familien etwas bewirken werden. Das teilte die 24-Jährige Elizaveta Peskova im Rahmen eines Interviews dem „Businessinsider“ mit. Sie wurde am 11. März, eine Woche nach ihrem Vater, durch das US-Finanzministerium sanktioniert.

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Dmitri Peskow arbeitet seit 20 Jahren als Sprecher Putins und wird vom US-Außenministerium als „Chefpropagandist der Russischen Föderation“ bezeichnet. Am ersten Tag der russischen Invasion gab er folgendes über das Ziel des Einmarschs bekannt: „Idealerweise sollte die Ukraine von Neonazis, von Menschen mit pronazistischer Gesinnung und Ideen befreit werden“.

+++ Alle News zum Krieg in der Ukraine im Liveblog +++

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Elizaveta Peskova überrascht von Anschuldigungen

Elizaveta Peskova ist Gründerin einer Kommunikationsfirma und Direktorin einer historischen Stiftung. Sie hat einen Masterabschluss in „Internationalen Beziehungen“. Die Sanktionen und insbesondere die Anschuldigung, sie würde „den Krieg ermöglichen“, überrumpelten Peskova nach eigenen Angaben. „Für mich ist das völlig unfair und unbegründet“, sagte sie gegenüber „Businessinsider“. „Ich war wirklich überrascht, weil es seltsam ist, Sanktionen gegen jemanden einzuführen, der 24 Jahre alt ist und nichts mit der Situation zu tun hat.“

Finanziellen Auswirkungen würden die Sanktionen auf sie aber nicht haben – obwohl sie wie andere Russen die Auswirkungen der allgemeinen Sanktionen und die Isolierung des Landes vom globalen Finanzsystem zu spüren bekommen hat.

Peskovas Haltung zum Einmarsch in die Ukraine

Peskova hat einen erfolgreichen Instagram-Kanal mit internationaler Reichweite. Am Tag des Angriffs schien sie ihre Regierung zu kritisieren und postete die Worte „Nein zum Krieg“ in einer inzwischen gelöschten Instagram-Livesendung. Russland hat die Plattform inzwischen verboten (ihr letzter Beitrag verweist auf ihr Telegram-Konto).

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Heute behauptet sie, sie habe nicht unbedingt einen bestimmten Konflikt kritisieren wollen. „Wenn ich das sage, meine ich, dass ich für den Frieden bin, nicht nur in der Ukraine, sondern überall auf der Welt“, sagte sie. Speziell zur Ukraine sagte sie, sie werde „nicht über die aktuelle Situation sprechen – ich kann nur über die Sanktionen sprechen, und ich kann nur sagen, was ich fühle und was ich über die Sanktionen denke“.

Neues russisches Gesetz schränkt Meinungsfreiheit ein

Ihre Reserviertheit könnte durch das im März verabschiedete Gesetz zur Verbreitung von „Fake News“ begründet sein: Wer sich gegen die russische Invasion ausspricht – und sie sogar als „Krieg“ statt als „militärische Sonderoperation“ bezeichnet – kann für bis zu 15 Jahre ins Gefängnis kommen.

Die US-Sanktionen gegen sie und andere Russen empfinde sie als ungerecht, da sie aus einem Land kämen, das in den Irak einmarschiert ist, wie sie anmerkt. Sie behauptet, dass die Sanktionen nicht die gewünschte Wirkung haben würden, und meint, dass die Vorstellung, Eliten wie sie könnten die Politik in Russland beeinflussen, eine falsche Annahme sei. „Sie glauben, dass wir etwas bewirken werden, aber das ist eine große Illusion“, sagte sie. „Die westlichen Länder verstehen einfach nicht, wie das russische System funktioniert“.

Peksova will sich wohl vorerst nicht weiter zu der „speziellen Militäroperation“ ihres Landes äußern – obwohl sie einräumte, dass die Tatsache, dass sie nichts über die russische Bombardierung einer Entbindungsklinik in Mariupol oder den Angriff auf ein Theater in der ukrainischen Hafenstadt zu sagen habe, die Sympathie der Menschen für die Notlage einer russischen Influencerin mindern könnte.

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„Ich möchte nicht, dass meine Worte verdreht werden, und ich vertraue niemandem“, sagte sie. „Ich möchte jetzt einfach nicht darüber sprechen. Vielleicht in einer Woche oder in zwei Wochen. Denn ich bin auch schockiert. Ich bin auch sehr wütend. Und ich denke auch, dass es vielleicht nicht der richtige Zeitpunkt ist, darüber zu sprechen. Vielleicht in ein oder zwei Wochen, wenn ich anfange, das Ganze zu sehen, wenn ich anfange zu verstehen, nein – vielleicht ist es jetzt einfach nicht der richtige Zeitpunkt.“

RND/ab

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