„Todesraser“ werden künftig deutlich härter bestraft

Zerstörte Autos eines illegalen Straßenrennens in Hagen, bei dem auch Außenstehende verletzt wurden.

Zerstörte Autos eines illegalen Straßenrennens in Hagen, bei dem auch Außenstehende verletzt wurden.

Berlin. Ein Gesetzentwurf, den der Bundestag am Donnerstag verabschiedete, sieht bis zu zehn Jahre Gefängnis vor. Auch Fahrzeuge und Führerscheine von Beteiligten können eingezogen werden. Bundesverkehrsminister Alexander Dobrindt (CSU) sagte, wer das Leben anderer leichtfertig aufs Spiel setze, müsse mit maximalen Konsequenzen rechnen. „Todesraser müssen hart bestraft werden.“ Den Anstoß für die Neuregelung hatte ein Entwurf des Bundesrats gegeben.

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Auch der Versuch einer Organisation soll strafbar werden

Wer illegale Rennen veranstaltet oder daran teilnimmt, soll künftig mit bis zu zwei Jahren Haft bestraft werden – und mit bis zu zehn Jahren, wenn jemand dabei schwer verletzt oder getötet wird. Dafür wird ein neuer Straftatbestand eingeführt. Erfasst werden sollen auch Fahrer, die unabhängig von solchen Rennen „grob verkehrswidrig und rücksichtslos“ rasen. Bisher wird die Teilnahme an illegalen Rennen mit 400 Euro Bußgeld und einem Monat Fahrverbot geahndet. Erfasst werden soll künftig schon der Versuch, solche Rennen zu organisieren.

Illegale Rennen bringen immer wieder Menschen in Gefahr. Ende März waren erstmals in Deutschland zwei Raser nach einem illegalen Rennen mit tödlichem Ausgang des Mordes schuldig gesprochen worden. Das Landgericht Berlin verhängte lebenslange Haftstrafen. Nach dem Tod eines Fußgängers in Mönchengladbach sitzt der mutmaßliche Unfallfahrer wegen Mordverdachts in Untersuchungshaft.

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Von RND/dpa

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