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Streit um Nato-Erweiterung

Türkischer Politiker schlägt Austritt aus der Nato vor

17.12.2021, Türkei, Istanbul: Ein Mann verkauft türkische Flaggen im Mahmutpasha-Basar, einem der bekanntesten Textileinkaufszentren in Istanbul. Der Vorsitzende einer nationalistischen Partei in der Türkei hat einen Austritt des Landes aus der Nato zur Diskussion gestellt.

Ankara. Der Vorsitzende einer nationalistischen Partei in der Türkei hat einen Austritt des Landes aus der Nato zur Diskussion gestellt. Ein solcher Schritt solle in Betracht gezogen werden, wenn die Türkei gezwungen würde, die Mitgliedschaft Schwedens und Finnlands in der Allianz anzuerkennen, sagte der Vorsitzende der Partei der Nationalen Bewegung, Devlet Bahceli, am Dienstag. Die Türkei habe Alternativen und könne Teil einer zukünftigen Sicherheitsallianz aus türkischsprachigen und muslimischen Ländern werden.

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Türkei verhindert Nato-Gespräche mit Finnland und Schweden

Die Türkei hat in der Nato den Beginn der Beitrittsgespräche mit Finnland und Schweden zunächst blockiert.

„Die Türkei ist nicht hilflos“, sagte der Politiker. „Der Austritt aus der Nato sollte als alternative Option auf die Tagesordnung gesetzt werden, wenn die Umstände unentwirrbar werden.“ Die Türkei werde ohne die Nato nicht untergehen. Bahcelis Partei ist ein Verbündeter des türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdogan.

Die Türkei lehnt einen Beitritt von Schweden und Finnland zur Nato ab und begründet dies mit einer vermeintlichen Unterstützung der verbotenen kurdischen Arbeiterpartei PKK und anderer Gruppen, die die Türkei als Terroristen betrachtet.

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Über diese Einwände wollten Vertreter aus Schweden und Finnland in Ankara sprechen. Der türkische Außenminister Mevlüt Cavasoglu sagte, für Mittwoch sei ein Treffen mit Präsidentensprecher Ibrahim Kalin und dem stellvertretenden Außenminister Sedat Önal geplant.

RND/AP

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