Russland-Ukraine-Konflikt

Twitter-Nutzer feiern Rede vor UN: Kenias Botschafter vergleicht Ostukraine mit postkolonialem Afrika

Blick in den UN-Sicherheitsrat während der Dringlichkeitssitzung zum Russland-Ukraine-Konflikt.

Blick in den UN-Sicherheitsrat während der Dringlichkeitssitzung zum Russland-Ukraine-Konflikt.

New York. Mit einer Rede vor dem UN-Sicherheitsrat hat Martin Kimani, Botschafter von Kenia, die Sicht Afrikas auf den Russland-Ukraine-Konflikt dargestellt. Er verglich die Eskalation in der Ostukraine mit den Entwicklungen in Afrika während der Kolonialzeit – und plädierte für eine friedliche Lösung. Die Charta der Vereinten Nationen welke unter dem „unnachgiebigen Angriff der Mächtigen“, kritisierte Kimani.

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Botschafter Martin Kimani zeigte sich zutiefst besorgt über die aktuellen Entwicklungen. Er reagierte damit die aktuellen Entwicklungen in der Ostukraine. Zuletzt hatte der russische Staatspräsident Wladimir Putin, die abtrünnigen Provinzen Donezk und Luhansk als unabhängig anerkannt und sogenannte „Friedenstruppen“ in das Gebiet entsandt.

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Kimani verglich die Situation in der Ostukraine mit den Veränderungen in Afrika nach dem Ende der Kolonialzeit. „Hätten wir entschieden, Staaten auf der Grundlage ethnischer, rassischer oder religiöser Homogenität zu gründen, würden wir viele Jahrzehnte später immer noch blutige Kriege führen“, sagte er. Stattdessen hätten sich die Menschen in Afrika geeinigt, die Grenzen so zu belassen, wie sie sie geerbt hätten, und kontinentweite politische, ökonomische und rechtliche Integration zu verfolgen. Afrika habe sich für den Blick nach vorne entschieden, sagte Kimani. „Wir entschieden uns, den Regeln der OAU und der Charta der Vereinten Nationen zu folgen, nicht weil wir mit unseren Grenzen zufrieden waren, sondern weil wir etwas Größeres wollten, das im Frieden entsteht“, erklärte er.

Putin spricht von Genozid

Damit übte Kimani deutliche Kritik an Russland und den prorussischen Separatisten in der Ostukraine. Putin hatte in der Vergangenheit wiederholt von einem „Genozid“ in der Region gesprochen. Experten vermuten, dass der russische Staatspräsident dies als Grund für einen Einmarsch in die Ukraine in den Ring führen könnte.

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Auf Twitter bekommt die Rede des kenianischen Politikers derzeit viel Zuspruch. Während viele Nutzer dem Politiker für seinen Appell einer friedlichen Lösung im Russland-Ukraine-Konflikt applaudieren, kritisieren jedoch andere auch, dass die Situationen nicht vergleichbar seien.

RND/ag

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