Neuer Markt für bezahlte Krieger

UN-Experte: Weniger Söldner in Libyen – jetzt sind sie in der Ukraine

Raketenangriff auf die Stadt Slowjansk in der Ukraine.

Genf. Der russische Angriffskrieg in der Ukraine wirkt sich laut einem UN-Experten auch auf Libyen aus. Die Zahl der ausländischen Söldner in dem nordafrikanischen Bürgerkriegsland habe unter anderem deswegen abgenommen, weil sich „ein anderer Markt für Söldner“ aufgetan habe, sagte Chaloka Beyani am Montag in Genf.

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Der sambisch-britische Jurist sammelt als Teil einer Expertengruppe im Auftrag des UN-Menschenrechtsrats Beweise für Rechtsverletzungen in Libyen. Die Zahl der Söldner der russischen Gruppe Wagner in Libyen sei gesunken, sagte er.

Verlust von Lyssytschansk: Selenskyj kündigt Rückeroberung an

Trotz des Rückzugs der ukrainischen Armee aus der Stadt Lyssytschansk im Osten der Ukraine, sieht Selenskyj sie noch nicht als verloren an.

Die private Sicherheitsfirma gilt als Schattenarmee des russischen Präsidenten Wladimir Putin. Der Kremlchef hat jedoch Verbindungen mit der Truppe bestritten. Nach Ansicht britischer Geheimdienste wurde Russland höchstwahrscheinlich gezwungen, Personal von Wagner für die Ukraine auf Kosten der Operationen in Afrika und Syrien neu zu priorisieren. Dies hatte das Verteidigungsministerium in London im März berichtet.

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Rund 20.000 ausländische Kämpfer und Söldner in Libyen vermutet

Aus Libyen seien jedoch noch immer nicht alle ausländischen Kämpfer abgezogen worden, hieß es dem Bericht, den Beyani und seine Kollegen vorstellten. Söldner zögen den Konflikt im Land in die Länge und hätten möglicherweise internationale Regeln zum Schutz der Zivilbevölkerung missachtet, hieß es.

In dem ölreichen Land war nach dem Sturz von Langzeitmachthaber Muammar al-Gaddafi im Jahr 2011 ein Bürgerkrieg ausgebrochen. Dabei ringen bis heute zahlreiche Milizen um Macht und Einfluss. Auch andere Staaten mischen in dem Konflikt mit, darunter Russland und die Türkei. Die Vereinten Nationen schätzten Ende 2020, dass sich rund 20.000 ausländische Kämpfer und Söldner in Libyen befinden.

RND/dpa

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