Erfüllen die Sanktionen gegen Moskau noch ihren Zweck?

Ukraine-Botschafter über Sanktionen gegen Moskau: „Heute könnte es zu spät sein“

Der ukrainische Botschafter in Deutschland, Andrij Melnyk, gibt ein Interview im Bundestag. (Archivbild)

Der ukrainische Botschafter in Deutschland, Andrij Melnyk, gibt ein Interview im Bundestag. (Archivbild)

Berlin. Der ukrainische Botschafter in Deutschland begrüßt die Sanktionen gegen Russland - befürchtet aber, dass sie zu spät kommen.

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Er schätze sehr die Einigkeit in der EU und den USA und die bereits getroffenen Maßnahmen wie die Aussetzung der deutsch-russischen Gaspipeline Nord Stream 2, sagte Andrij Melnyk am Mittwoch im Deutschlandfunk. „Wir begrüßen das alles, nur heute könnte es zu spät sein.“

Manche der nun beschlossenen Sanktionen seien ein gutes Signal - man hätte diese Schritte seiner Ansicht nach aber direkt nach der völkerrechtswidrigen Annexion der Krim vor acht Jahren setzen müssen. „Heute hat das natürlich gewisse Auswirkungen, aber wahrscheinlich keine dramatischen auf die Entschlossenheit von Putin, diesen Krieg zu führen. Und wenn ich sage ‚Krieg‘, dann bedeutet das regelrecht, er möchte die Ukraine aus der Karte löschen.“ Melnyk zufolge steht aber nicht nur die Ukraine, sondern die gesamte freie Welt auf dem Spiel.

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Sanktionen gegen russische Abgeordnete und Organisationen

Die EU und die USA haben nach der jüngsten Eskalation Moskaus umgehend weitreichende Sanktionen gegen Russland auf den Weg gebracht. Die neuen EU-Sanktionen sehen unter anderem vor, jene 351 Abgeordnete des russischen Parlaments auf die Sanktionsliste zu setzen, die für die Anerkennung der selbst ernannten Volksrepubliken Luhansk und Donezk gestimmt haben.

Hinzu kommen Strafen gegen 27 weitere Personen und Organisationen. Darüber hinaus sollen der Zugang des russischen Staates zu den EU-Finanzmärkten beschnitten und der Handel der EU mit den abtrünnigen Regionen beschränkt werden.

RND/dpa

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