„In den nächsten Wochen“

Ukraine erhält weitere Raketenwerfer und Panzerhaubitzen aus Deutschland

Eine deutsche Panzerhaubitze 2000 der Bundeswehr schießt mit Übungsmunition auf dem Truppenübungsplatz Grafenwöhr in Bayern.

Eine deutsche Panzerhaubitze 2000 der Bundeswehr schießt mit Übungsmunition auf dem Truppenübungsplatz Grafenwöhr in Bayern.

Die Ukraine erhält in den kommenden Wochen weitere Waffenlieferungen aus Deutschland. Wie das Verteidigungsministerium am Rande des Nato-Verteidigungsministertreffens in Brüssel mitteilte, übergebe man an die ukrainischen Streitkräfte weitere Modelle der Panzerhaubitze 2000 und des Mehrfachraketenwerfers Mars II.

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Über die genaue Anzahl und das Datum der Lieferung war zunächst nichts bekannt. Allerdings hatte die Bundesregierung bereits vor Wochen angekündigt, vier Panzerhaubitzen 2000 mit Munition sowie zwei Raketenwerfer vom Typ Mars-II zu liefern.

Bisher hat Deutschland zehn Panzerhaubitzen 2000 in einem gemeinsamen Projekt mit den Niederlanden sowie drei Mars-II an die Ukraine geschickt. Die Lieferung von 16 Panzerhaubitzen des Typs Zusana (Projekt mit Dänemark und Norwegen) befindet sich derzeit in der Vorbereitung.

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Nach schweren Raketenangriffen in dieser Woche hatte die Ukraine auch ein Luftverteidigungssystem vom Typ Iris-T erhalten. Drei weitere sollen im kommenden Jahr folgen, kündigte Verteidigungsministerin Christine Lambrecht am Mittwoch an. Die Niederlande kündigten die Lieferung weiterer Luftabwehrraketen an die Ukraine an. Angesichts der jüngsten Raketenangriffe Russlands auf ukrainische Städte müsse das Land sich weiterhin verteidigen können, sagte Verteidigungsministerin Kajsa Ollongren in Brüssel. „Das einzige, was Putin hiermit erreicht, ist, dass wir noch mehr liefern.“ Einzelheiten zu der Waffenhilfe, etwa die Zahl der Raketen, wollte die Ministerin nicht nennen. Es würden Geschosse im Wert von 15 Millionen Euro zur Verfügung gestellt.

„Die Ukraine braucht auch bei der Flugabwehr noch deutlich mehr Unterstützung als bisher“, forderte die Vorsitzende des Verteidigungsausschusses, Marie-Agnes Strack-Zimmermann, gegenüber dem RedaktionsNetzwerk Deutschland (RND). „Die brutalen russischen Angriffe der letzten Tage auf die ukrainische Zivilbevölkerung sind ein Akt des Terrors.“ Sie zeigen, so Strack-Zimmermann, dass die erste Lieferung der Iris-T nur der Anfang gewesen sein könne. Die FDP-Politikerin fordert Kampf- und Schützenpanzer für die Ukraine.

Dazu konnten sich die Nato-Verteidigungsminister am Mittwoch jedoch nicht durchringen. CDU-Verteidigungspolitiker Henning Otto sprach sich ebenfalls für weitere Waffensysteme für die Ukraine aus, darunter auch Schützen- und Kampfpanzer. Die Zeit des Zögerns, Zauderns und Wegduckens müsse endlich ein Ende haben, sagte Otte dem RND.

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Das ukrainische Militär hat nach eigenen Angaben fünf Ortschaften in der Region Cherson zurückerobert. Ein Sprecher des Einsatzkommandos Süd sagte am Mittwoch, die fünf Orte im Bezirk Beryslaw seien am Vortag eingenommen worden. Sie liegen in einer der Regionen, die Russland kürzlich für annektiert erklärt hatte.

Regierungsvertreter räumten jedoch ein, dass sich die ukrainischen Offensiven im Süden und Osten des Landes verlangsamt hätten. Die Besatzer hätten ihre Truppen an der Front verstärkt. „Im Süden verlangsamt die ukrainische Armee das Tempo ihrer Gegenoffensive, weil die Russen es geschafft haben, ihre Truppen umzugruppieren, Fallschirmjäger einsetzen und es unerwartete Probleme gegeben hat“, sagte der Militäranalyst Oleh Schdanow der Nachrichtenagentur AP. Im Osten gruppierten die Ukrainer ihrerseits Kräfte neu, um zu einem mächtigen Schlag auszuholen.

Der Gouverneur der Region Luhansk, Serhij Hajdaj, teilte mit, die Invasoren legten mehrere Verteidigungslinien hintereinander an und verminten die vorderste Linie. Menschen aus besetzten Städten zögen in Dörfer, wo sie in leerstehenden Häusern wohnten, um es im Winter warm zu haben.

mit Material der Nachrichtenagentur AP

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