Der Westen darf keine Angst zeigen

Ukraines Ex-Präsident Poroschenko: „Wir müssen Putin zum Frieden zwingen“

Der ehemalige ukrainische Präsident Petro Poroschenko, umgeben von ukrainischen Soldaten, trifft am Samstag, den 5. März 2022, in einer Verteidigungsstellung am Stadtrand von Kiew ein.

Der ehemalige ukrainische Präsident Petro Poroschenko, umgeben von ukrainischen Soldaten, trifft am Samstag, den 5. März 2022, in einer Verteidigungsstellung am Stadtrand von Kiew ein.

Berlin. Angesichts des russischen Krieges gegen die Ukraine hat der ehemalige ukrainische Präsident Petro Poroschenko die Bedeutung von Sanktionen gegen Russland und gegen Präsident Wladimir Putin betont.

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„Wir müssen ihn zum Frieden zwingen, das heißt durch Sanktionen. Und an jedem einzelnen Tag, wo Putin weitermacht beim Töten von Ukrainern, müssen die Sanktionen härter werden“, forderte Poroschenko in einem Interview im ZDF-„heute journal“ am Mittwochabend.

Auf die Frage, ob er Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD) verstehen könne, der sich erneut gegen eine von der Nato kontrollierte Flugverbotszone über der Ukraine ausgesprochen hatte, sagte Poroschenko: „Ich habe enttäuschende Nachrichten für einige der deutschen Politiker. Europa ist bereits im Krieg. Russische Cruise Missiles attackieren das Nato-Übungszentrum. Das ist nur 20 Kilometer von der Grenze entfernt. Und Putin greift Kernkraftwerke in der Ukraine an und nukleare Verstrahlung kennt keine Grenzen.“ Der Westen dürfe Putin gegenüber keine Angst zeigen, denn dann werde dieser weitermachen.

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Nato sperrt sich gegen Flugverbotszone über der Ukraine

Bei einem russischen Angriff auf den Truppenübungsplatz Jaworiw unweit der polnischen Grenze in der Nähe Lwiw im Westen der Ukraine am 13. März wurden mehrere Dutzend Menschen getötet. Auf ihm waren zumindest vor dem Krieg viele Nato-Ausbilder aktiv.

Die Nato hat bislang einer Flugverbotszone über der Ukraine eine klare Absage erteilt. Man fürchtet, dadurch direkt in den Krieg hineingezogen zu werden.

RND/dpa

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