UN-Generalsekretär: Anhaltende Verletzungen der Menschenrechte in Libyen

Die UN-Mission Unsmil dokumentiert in Libyen fortlaufend Fälle willkürlicher Festnahmen, Folter, sexueller Gewalt und anderer Verstöße gegen internationales Recht

Die UN-Mission Unsmil dokumentiert in Libyen fortlaufend Fälle willkürlicher Festnahmen, Folter, sexueller Gewalt und anderer Verstöße gegen internationales Recht

New York. In Libyen sind nach UN-Angaben 12.000 Menschen offiziell inhaftiert und weitere Tausende illegal in oft unmenschlichen Verhältnissen von bewaffneten Gruppen. Generalsekretär António Guterres sagte in einem am Montag bekannt gewordenen Bericht, die UN-Mission Unsmil dokumentiere fortlaufend Fälle willkürlicher Festnahmen, Folter, sexueller Gewalt und anderer Verstöße gegen internationales Recht in von der Regierung und von bewaffneten Gruppen betriebenen Lagern.

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„Ich bin weiterhin zutiefst beunruhigt über anhaltende Verletzungen der Menschenrechte von Migranten, Flüchtlingen und Asylsuchenden in Libyen“, erklärt Guterres in dem Bericht für den Weltsicherheitsrat. „Weibliche und männliche Migranten und Flüchtlinge sind weiterhin erhöhten Gefahren der Vergewaltigung, sexueller Belästigung und (Menschen-) Schmuggel durch bewaffnete Gruppen, nationale Schmuggler und Schleuser sowie von Beamten des Direktorats für die Bekämpfung illegaler Migration ausgesetzt, das dem Innenministerium untersteht“, schrieb Guterres in dem Bericht.

Libyen war nach dem Sturz und Tod des langjährigen Machthabers Muammar al-Gaddafi 2011 ins Chaos gestürzt. Jahrelang gab es in dem ölreichen Land zwei rivalisierende Regierungen: eine von den UN unterstützte in der Hauptstadt Tripolis, die andere in Bengasi mit Rückendeckung des abtrünnigen Generals Chalifa Haftar. Jede wurde von einer Vielzahl von Milizen sowie verschiedenen Mächten im Ausland unterstützt. Vermittelt von den Vereinten Nationen wurden 2020 ein Waffenstillstand und eine Übergangsregierung vereinbart. Wahlen waren für den 24. Dezember 2021 vorgesehen. Sie wurden jedoch kurz vor dem Termin verschoben.

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RND/AP

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