Union will Kindergeld erhöhen, SPD eine Staffelung

Die Familie stärken wollen alle sechs Parteien. Doch die konkreten Ideen für die Zeit nach der Bundestagswahl sind unterschiedlich.

Die Familie stärken wollen alle sechs Parteien. Doch die konkreten Ideen für die Zeit nach der Bundestagswahl sind unterschiedlich.

Berlin. Die sechs großen Parteien der Bundestagswahl 2018 sind sich einig: Sie wollen Familien stärker finanziell unterstützen. Mit diesem Ziel ziehen alle in den Wahlkampf. Die Herangehensweise ist allerdings sehr unterschiedlich. Ein Überblick:

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Die CDU/CSU will das Kindergeld pauschal um 25 Euro erhöhen. Der Kinderfreibetrag soll von bisher 7356 Euro in zwei Schritten bis zum Grundfreibetrag für Erwachsene – derzeit 8820 Euro – angehoben werden.

Die SPD lehnt eine Erhöhung des Kinderfreibetrags ab, weil davon vor allem Familien mit Spitzeneinkommen profitierten. Die Sozialdemokraten wollen stattdessen einkommensschwache Familien stärker unterstützen. Das Kindergeld soll deshalb nach Einkommen gestaffelt werden. Für arme Familien sollen Kindergeld und -zuschlag zu einem erweiterten Kindergeld zusammengefasst werden.

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Die Grünen fordern, dass Familien und Alleinerziehende mit niedrigem Einkommen einen „Kindergeldbonus“ bekommen, den man nicht beantragen muss wie den aktuellen Kinderzuschlag für Einkommensschwache. Darüber hinaus sollen Kinder eine „Kindergrundsicherung“ bekommen, die bisherige Leistungen wie Kindergeld und Freibeträge zusammenfasst.

Auch die FDP will alle Leistungen für Kinder in einem „Kindergeld 2.0“ bündeln. Es soll aus dem einkommensunabhängigen Grundbetrag, dem einkommensabhängigen Kinder-Bürgergeld (Flexibetrag) und Gutscheinen für Bildung und Teilhabe bestehen. So soll sichergestellt werden, dass das Geld auch bei den Kindern ankommt und nicht zweckentfremdet wird. Außerdem soll der Kinderfreibetrag angehoben werden.

Die Linke will das Kindergeld für alle Kinder auf 328 Euro erhöhen – aktuell liegt es bei 192 Euro. In Gegenden mit besonders hohen Mieten soll das Kindergeld außerdem im Bedarfsfall durch Wohngeld ergänzt werden.

Die AfD behandelt die Punkte Kindergeld und Kinderfreibetrag nicht in ihrem Wahlprogramm. Die Partei schreibt lediglich, sie wolle den Trend zur Selbstabschaffung stoppen und die Gesellschaft familien- und kinderfreundlicher gestalten.

Von Anne Grüneberg/RND

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