UNO prangert vergessenen Völkermord an

Teilnehmer einer Gedenkkundgebung erinnern am Brandenburger Tor an die Verfolgung von Jesiden.

Teilnehmer einer Gedenkkundgebung erinnern am Brandenburger Tor an die Verfolgung von Jesiden.

Genf. Drei Jahre nach dem Angriff des „Islamischen Staates“ auf die Jesiden hat die UN-Kommission für Syrien ein internationales Eingreifen zugunsten der verschleppten Mitglieder der Volksgruppe gefordert. Tausende jesidische Geiseln in der Gewalt des IS müssten befreit werden, verlangte die UN-Ermittlergruppe am Donnerstag in Genf. Trotz einer Pflicht der internationalen Staatengemeinschaft, diesen Terror zu unterbinden, werde der Genozid kaum thematisiert.

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Weiter forderte die Kommission, dass die internationale Gemeinschaft den Angriff der Terrormiliz auf die Jesiden als Völkermord anerkennt und die Täter bestraft werden. Dem Bericht der Ermittlungskommission zufolge gelten Tausende jesidische Jungen und Männer seit dem Angriff vor drei Jahren als vermisst, 3.000 jesidische Mädchen und Frauen seien in den Händen des „Islamischen Staates“.

Die weiblichen Geiseln würden als Sexsklavinnen missbraucht, männliche Geiseln würden manipuliert und in die Reihen des IS gepresst. Die Jesiden, die ihre eigene Religion ausüben, würden misshandelt, gefoltert und getötet. Am 3. August 2014 griffen IS-Kämpfer die Jesiden in dem irakischen Gebiet Sindschar nahe der syrischen Grenze an. Hunderte Männer wurden getötet, Tausende Frauen und Kinder entführt. Der „Islamische Staat“ eroberte weite Gebiete im Irak und in Syrien errichtete dort eine Schreckensherrschaft. Ende 2014 hatten kurdische Kämpfer in vom IS zurückeroberten Gebieten Massengräber mit Leichen von Jesiden entdeckt.

Die internationale Untersuchungs-Kommission zu Syrien unter dem Vorsitz des brasilianischen Diplomaten Paulo Sérgio Pinheiro ermittelt im Auftrag des UN-Menschenrechtsrates. Die Ermittler listeten viele Verbrechen des „Islamischen Staates“ auf.

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Von RND/dpa

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