Vermutungen von Nawalny-Vertrautem

Unzufriedenheit mit Putin wächst: Plant die russische Elite einen Umsturzversuch?

Der russische Präsident Wladimir Putin (Mitte), umgeben von Verteidigungsminister Sergei Schoigu (l.) und weiteren Militärs.

Der russische Präsident Wladimir Putin (Mitte), umgeben von Verteidigungsminister Sergei Schoigu (l.) und weiteren Militärs.

Hannover. Der russische Exil-Oppositionelle Leonid Wolkow rechnet damit, dass die Eliten des Landes angesichts der Konsequenzen des Kriegs gegen die Ukraine „über einen Regimewechsel, über einen Wechsel des Systems nachdenken werden“. Sie seien bereits „sehr unglücklich über die wirtschaftliche Verwüstung, die Opfer, die Restriktionen und Sanktionen“, sagte Wolkow in einem Interview mit der Nachrichtenagentur AFP.

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Daran ändere auch die Tatsache nichts, dass der russische Präsident Wladimir Putin bisher erfolgreich „sein Propaganda-Narrativ“ zum Krieg über die russischen Staatsmedien verkaufen könne. Wolkow forderte die internationale Gemeinschaft dazu auf, in Kontakt zum „inneren Zirkel Putins“ zu treten, „um ihnen einige Sicherheitsgarantien vorzuschlagen für den Fall, dass sie entscheiden, die Seiten zu wechseln“.

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Derweil glaubt der Exil-Oppositionelle, dass sich Putin mit dem Angriff auf die Ukraine „verkalkuliert“ habe, denn die Invasion des Nachbarlandes sei zum Scheitern verurteilt. Zugleich habe er „dramatisch die Wahrscheinlichkeit eines Szenarios verringert, in dem er einfach im Kreml bleibt, bis er stirbt“, so wie der langjährige Staatschef dies „geplant“ habe.

Wolkow ist IT-Experte und einer der wichtigsten Vertrauten des prominenten Kremlkritikers Alexej Nawalny, der in einem Straflager östlich von Moskau inhaftiert ist. Auf Nawalny war im August 2020 in Russland ein Giftanschlag verübt worden. Dafür hatte er Putin verantwortlich gemacht. Der Kreml wies den Vorwurf allerdings zurück.

RND/tdi

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