Wohl drei Kämpfer getötet

Zweiter Angriff binnen 24 Stunden: US-Luftwaffe bombardiert erneut Iran-treue Milizen in Syrien

F35B-Mehrzweckkampfflugzeuge der US Air Force werfen bei einer Übung Bomben ab (Symbolbild).

F35B-Mehrzweckkampfflugzeuge der US Air Force werfen bei einer Übung Bomben ab (Symbolbild).

Damaskus/Washington. Die US-Luftwaffe hat zum zweiten Mal innerhalb von 24 Stunden Stellungen Iran-treuer Milizen im Osten des Bürgerkriegslandes Syrien bombardiert. Dabei seien drei Milizenkämpfer getötet worden, berichte die Syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte am Donnerstag.

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Das US-Zentralkommando sprach ebenfalls von zwei oder drei Toten. Die Bombardierungen waren demnach eine Reaktion auf koordinierte Raketenangriffe der Milizen auf zwei Einrichtungen der US-Armee in der Region kurz zuvor.

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Die USA hatten bereits in der Nacht auf Mittwoch eigenen Angaben zufolge Stellungen Iran-teuer Milizen in der ostsyrischen Provinz Dair as-Saur angegriffen. Den Menschenrechtsbeobachtern zufolge wurden dabei sechs Milizenkämpfer getötet.

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Angriff war Machtdemonstration gegenüber Iran

Der Angriff sei nötig gewesen, um die US-Truppen in der Region zu beschützen, erklärte der Pentagon-Spitzenbeamte Colin Kahl am Mittwoch in Washington. Die US-Soldaten seien mehrfach von den Milizen beschossen worden. „Diese Operation demonstriert, dass die Vereinigten Staaten nicht zögern werden, sich gegen iranische und vom Iran unterstützte Aggressionen zu verteidigen“, erklärte Kahl.

Während die Verhandlungen über ein neues Atomabkommen mit dem Iran zäh verlaufen, haben sich Syrien, aber auch der benachbarte Irak zu einem Schauplatz für den Konflikt zwischen Washington und Teheran entwickelt. Der Iran ist im syrischen Bürgerkrieg ein enger Verbündeter von Machthaber Baschar al-Assad. Iran-treue Milizen kämpfen an der Seite der syrischen Armee. Die US-Truppen wiederum unterstützen im Nordosten und Osten Syriens die Kurden und deren Verbündete im Kampf gegen die Terrormiliz Islamischer Staat (IS).

RND/dpa

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