USA prüfen Beteiligung Russlands an Giftgasattacke

US-Präsident Donald Trump.

US-Präsident Donald Trump.

Washington. Das US-Verteidigungsministerium untersucht, ob Russland an der Vorbereitung oder Durchführung des mutmaßlichen Giftgasangriffes in Syrien beteiligt war. Das sagte ein hochrangiger Pentagon-Mitarbeiter am Freitag in Washington.

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„Wir haben derzeit keine Kenntnisse über eine russische Beteiligung, aber wir untersuchen das“, hieß es. Das Mindeste, was Moskau als Verbündeten Syriens vorzuwerfen sei, sei, dass es den Angriff nicht verhindert habe. Russland verfüge über Fachwissen im Umgang mit Chemiewaffen.

Syrien bestreitet Einsatz von Giftgas

Das Pentagon sei nahezu sicher, dass der Angriff, bei dem 80 Menschen getötet wurden, von dem Stützpunkt geflogen worden sei, den die USA beschossen hätten. Es gebe aber noch keine Sicherheit, welche Flugzeuge dazu benutzt wurden.

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Syrien bestreitet den Einsatz von Giftgas. Erklärungen aus Damaskus zufolge wurde das Gas freigesetzt, als Giftgaslager der Rebellen getroffen wurden. Auch Russland erklärte, die syrischen Regierungstruppen verfügten seit 2014 nicht mehr über Giftgasvorräte.

Medwedew: Wir waren am Rande eines militärischen Konflikts

Der US-Angriff auf einen syrischen Stützpunkt hätte nach Ansicht des russischen Regierungschefs Dmitri Medwedew beinahe zu einer militärischen Auseinandersetzung mit Moskau geführt. „Zwischen uns gibt es absolutes Misstrauen“, schrieb Medwedew auf Facebook. Das sei sehr traurig für die ohnehin beschädigten Beziehungen zwischen Washington und Moskau.

„Die USA stehen in einem heftigen Konflikt mit dem Völkerrecht, es gibt keine Zustimmung der Vereinten Nationen“, schrieb er. Trump verstoße auch gegen seine eigenen Wahlversprechen, gegen den Terror vorzugehen.

Syrien-Sitzung im UN-Sicherheitsrat ohne Ergebnis

Im UN-Sicherheitsrat endete auch die dritte Sondersitzung zum Syrien-Konflikt in Folge ohne Ergebnis. Die Mitglieder des Rates attackierten sich teils scharf, zu einer Abstimmung über einen von den USA, Frankreich und Großbritannien eingebrachten Resolutionsentwurf kam es aber erneut nicht. Auch zwei Gegenentwürfe von Russland einerseits und den zehn nichtständigen Ratsmitgliedern andererseits wurden nicht berücksichtigt.

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Der US-Luftangriff auf den syrischen Luftwaffenstützpunkt sei ein „maßvoller Schritt“ und „komplett gerechtfertigt“ gewesen, sagte die UN-Botschafterin der USA und derzeitige Ratsvorsitzende, Nikki Haley. „Wir sind darauf vorbereitet, mehr zu unternehmen, aber wir hoffen, dass das nicht nötig sein wird.“

Weiter sagte Haley: Die USA seien auf weitere Aktionen vorbereitet. „Wir sind darauf vorbereitet, mehr zu unternehmen, aber wir hoffen, dass das nicht nötig sein wird“, sagte die UN-Botschafterin der USA.

Von dpa/RND

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