Verteidigungsministerin Lambrecht warnt vor Naivität im Umgang mit Russland

Verteidigungsministerin Christine Lambrecht hat davor gewarnt, Russland in der aktuellen Lage zu großes Vertrauen entgegenzubringen. Bisher könne Lambrecht keinen tatsächlichen Truppenabzug Russlands feststellen. Archivbild: Lambrecht bei einem Statement bei der Panzerlehrbrigade 9 Niedersachsen in Münster, 7. Februar 2022.

Verteidigungsministerin Christine Lambrecht hat davor gewarnt, Russland in der aktuellen Lage zu großes Vertrauen entgegenzubringen. Bisher könne Lambrecht keinen tatsächlichen Truppenabzug Russlands feststellen. Archivbild: Lambrecht bei einem Statement bei der Panzerlehrbrigade 9 Niedersachsen in Münster, 7. Februar 2022.

Brüssel. Verteidigungsministerin Christine Lambrecht hat davor gewarnt, Russland in der aktuellen Lage zu großes Vertrauen entgegenzubringen. „Wir haben erlebt, dass es in dieser Woche erste Signale gab, zur Deeskalation beitragen zu wollen von russischer Seite“, sagte sie am Donnerstag am zweiten Tag von Nato-Beratungen in Brüssel. „Diesen Worten darf man aber nicht mit Naivität begegnen, sondern diesen Worten müssen jetzt Taten folgen - und zwar Taten, die dann auch tatsächlich zur Deeskalation beitragen.“

Weiterlesen nach der Anzeige
Weiterlesen nach der Anzeige

+++ Alle News und Entwicklungen in der Ukraine-Krise in unserem Liveblog +++

Zu russischen Angaben zu einem Teilabzug sagte die SPD-Politikerin: „Also, was wir nicht feststellen können durch die Informationen, die uns vorliegen, ist, dass es tatsächlich zu einem Abzug bisher gekommen ist. Es gibt bisher nur Worte, bisher noch keine Taten. Die müssen jetzt dringend folgen.“

Weiterlesen nach der Anzeige
Weiterlesen nach der Anzeige

Mit Blick auf den ukrainischen Wunsch nach einer Aufnahme in die Nato betonte Lambrecht, jeder Staat müsse selbst entscheiden können, ob er einen Antrag auf Mitgliedschaft stelle. Gleichzeitig müsse aber auch jedem bewusst sein, dass eine Nato-Mitgliedschaft an bestimmte Voraussetzungen geknüpft sei und dass das Verfahren Zeit brauche.

Der Westen ist angesichts des russischen Truppenaufmarschs äußerst besorgt. Befürchtet wird, dass die Verlegung von deutlich mehr als 100 000 Soldaten der Vorbereitung eines Kriegs dienen könnte. Russland weist das zurück, fordert gleichzeitig aber vehement von der Nato, eine Aufnahme der Ukraine auszuschließen.

RND/dpa

Mehr aus Politik

 
 
 
 
 
Anzeige
Anzeige
Empfohlener redaktioneller Inhalt

An dieser Stelle finden Sie einen externen Inhalt von Outbrain UK Ltd, der den Artikel ergänzt. Sie können ihn sich mit einem Klick anzeigen lassen.

 

Ich bin damit einverstanden, dass mir externe Inhalte angezeigt werden. Damit können personenbezogene Daten an Drittplattformen übermittelt werden. Mehr dazu in unseren Datenschutzhinweisen.

Letzte Meldungen

 
 
 
 
 
 
 
 
 

Spiele entdecken