Strikter Abtreibungsgegner

Senatskandidat Walker soll zweiter Frau Abtreibung gezahlt haben

25.10.2022, USA, Dawsonville: Herschel Walker, republikanischer Kandidat für den US-Senat, spricht während einer Wahlkampfveranstaltung. Im Rennen um einen Sitz im US-Senat, der über die Kontrolle der Parlamentskammer entscheiden könnte, gerät der republikanische Kandidat Herschel Walker weiter in Bedrängnis. Am Mittwoch trat eine zweite Frau an die Öffentlichkeit, der zufolge der ehemalige Football-Spieler sie zu einer Abtreibung gedrängt habe.

25.10.2022, USA, Dawsonville: Herschel Walker, republikanischer Kandidat für den US-Senat, spricht während einer Wahlkampfveranstaltung. Im Rennen um einen Sitz im US-Senat, der über die Kontrolle der Parlamentskammer entscheiden könnte, gerät der republikanische Kandidat Herschel Walker weiter in Bedrängnis. Am Mittwoch trat eine zweite Frau an die Öffentlichkeit, der zufolge der ehemalige Football-Spieler sie zu einer Abtreibung gedrängt habe.

Los Angeles. Im Rennen um einen Sitz des Staates Georgia im US-Senat sieht sich der republikanische Kandidat Herschel Walker mit dem Vorwurf konfrontiert, einer weiteren Frau eine Abtreibung bezahlt zu haben. Sie sei während einer sechsjährigen Affäre mit Walker, der damals noch mit seiner ersten Frau verheiratet gewesen sei, im Jahr 1993 schwanger geworden, sagte die Frau in einem von ihrer Anwältin Gloria Allred organisierten Zoom-Konferenz mit Reportern am Mittwoch. Daraufhin habe er sie zur Abtreibung gedrängt, sie zur Klinik gefahren, um sicherzugehen, dass der Eingriff auch vorgenommen werde und diesen dann bezahlt. Erst vor einigen Wochen hatte eine Ex-Freundin Walkers erklärt, dass er 2009 bei ihr genauso verfahren sei, als sie von ihm schwanger geworden sei.

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Walker: „Ich habe auch nicht JFK getötet“

Der Republikaner und erklärte Abtreibungsgegner wies die neuen Vorwürfe als „Quatsch“ und „Lüge“ zurück. Damit werde er sich nicht weiter befassen. „Ich habe auch nicht JFK getötet“, scherzte Walker in einer Erklärung mit Blick auf den 1963 ermordeten Ex-Präsidenten John F. Kennedy.

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Walker will den Senatssitz von Georgia dem Demokraten Raphael Warnock streitig machen. Umfragen sehen beide in einem engen Rennen, das Auswirkungen auf die künftigen Mehrheitsverhältnisse im Senat in Washington haben könnte. Vor rund zwei Jahren hatten die Demokraten von Präsident Joe Biden die zwei Senatssitze von Georgia erobert und sich damit nach Jahren wieder die Kontrolle über die Parlamentskammer gesichert. Die politischen Lager haben im Senat je 50 Sitze, bei einem Gleichstand kann Vizepräsident Kamala Harris aber zugunsten der Demokraten ihre Stimme abgeben.

Bei einem Wahlkampfauftritt im Norden Georgias deutete Walker an, dass die Demokraten hinter dem jüngsten Vorwurf stecken könnten. Sie würden „alles sagen und tun, um an der Macht zu bleiben“, erklärte er.

Zweite Frau: Keine Frage der Parteizugehörigkeit

In der Zoom-Schalte betonte die zweite Frau, Parteizugehörigkeit habe keine Rolle bei ihrer Entscheidung gespielt, an die Öffentlichkeit zu treten. Sie sei als unabhängige Wählerin registriert und habe zwei Mal für Ex-Präsident Donald Trump votiert, der Walker unterstützt. Sie glaube nicht, dass Walker die moralische Eignung für das Amt des Senators habe, daher melde sie sich nun zu Wort und lege Beweise vor. Ihre Identität gebe sie aus Angst vor Repressalien gegen sich und ihre Familie nicht preis. Ihre Anwältin Allred sagte Reportern, dass Walker ihrer Mandantin unter anderem Karten geschrieben habe. Auch gebe es eine Quittung für eine Hotelbuchung in Minnesota.

Als die Webseite „Daily Beast“ vor einigen Wochen von einer anderen Frau berichtete, die nach ihren Angaben vom früheren Football-Profi Geld für eine Abtreibung erhalten habe, stritt er zunächst ab, sie überhaupt zu kennen. In einem weiteren Bericht gab sich die Frau dann als die Mutter von einem seiner Kinder zu erkennen. Als Beweismittel legte sie eine Rechnung von 575 Dollar für die Abtreibung, eine von Walker unterzeichnete Karte mit Genesungswünschen und einen Scheck über 700 Dollar, den er ihr nach dem Eingriff geschickt haben soll. Später räumte Walker ein, ihr Geld gegeben, aber nicht gewusst zu haben, dass es für eine Abtreibung gewesen sei.

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RND/AP

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