Quarantäne in Israel

Wüst bemerkte positiven Corona-Test bei Staatsbesuch erst nach einigen Terminen

Nordrhein-Westfalens Ministerpräsident Hendrik Wüst (Archivbild)

Nordrhein-Westfalens Ministerpräsident Hendrik Wüst (Archivbild)

Düsseldorf/Jerusalem. Nordrhein-Westfalens Ministerpräsident Hendrik Wüst (CDU) hat während seiner Israel-Reise ein positives Corona-Testergebnis erst mit etwa dreistündiger Verspätung bemerkt und in der Zwischenzeit noch offizielle Termine absolviert. Zwei weitere PCR-Tests seien allerdings zuvor negativ gewesen und von den israelischen Behörden auch anerkannt worden, sagte ein Sprecher der Staatskanzlei am Mittwoch.

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Wüst sei gemäß den Vorgaben der israelischen Gesundheitsbehörden am Sonntagabend vergangener Woche aus der Quarantäne für Einreisende entlassen worden. „Es gab keinerlei Veranlassung, an diesen beiden negativen Testergebnissen zu zweifeln.“

Strenge Einreiseregeln in Israel

Die Einreiseregeln in Israel sind streng. So muss schon vor Abreise ein erster PCR-Test negativ sein. Am Flughafen in Israel folgt ein zweiter obligatorischer PCR-Test, auf dessen Ergebnis Einreisende mitunter bis zu 24 Stunden warten müssen.

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Mit einem weiteren, auch von Israels Gesundheitsbehörden akzeptierten schnelleren Test können sich Einreisende aber freitesten. Davon machte laut Staatskanzlei auch die gesamte Delegation mitsamt Regierungschef Wüst Gebrauch. Bei Wüst sei dieser Test negativ ausgefallen, bei einer Personenschützerin allerdings positiv.

Ergebnis drei Stunden später abgerufen

Dann bekam der Regierungschef laut Staatskanzlei am Montagmittag vergangener Woche während des Besuchs der Holocaust-Gedenkstätte Yad Vashem auf seinem Handy die Nachricht, dass das Ergebnis des obligatorischen PCR-Tests vorliege.

Das Testergebnis habe er online mit seinen Passdaten etwa drei Stunden später am Nachmittag nach einem Termin mit Israels Wirtschaftsministerin Orna Barbivai und einer Kabinettssitzung mit anschließendem Pressestatement abgerufen, hieß es weiter. Dieser Test sei positiv gewesen, und Wüst habe sich umgehend in Isolation begeben.

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Strengere Regeln in Deutschland: Wüst kann noch nicht zurück

Die Delegation, weitere Gesprächspartner und die Öffentlichkeit seien sofort informiert worden. Kurios: Bei Wüsts Personenschützerin fielen die PCR-Tests umgekehrt aus: Der obligatorische PCR-Test sei negativ gewesen, der Express-Test positiv.

Wüst befindet sich seit eineinhalb Wochen wegen seiner Corona-Infektion in Quarantäne in einem Hotel in Jerusalem. Zwar gilt der NRW-Regierungschef laut israelischen Gesundheitsbehörden inzwischen als genesen. Maßgeblich für seine Rückkehr seien aber die in NRW und Deutschland strengeren Regeln.

Demnach könne er erst nach Ablauf der regulären Isolationsdauer von zehn Tagen, spätestens am Donnerstag, nach Deutschland zurückreisen, hatte Wüst mitgeteilt. Dadurch verpasste er die Ukraine-Debatte im Landtag am Mittwoch.

RND/dpa

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