Wütend, isoliert, gnadenlos: US-Geheimdienste warnen laut Berichten vor „frustriertem“ Putin

Die US-Geheimdienste hatten mehrfach vor einer russischen Invasion in die Ukraine gewarnt, nun warnen sie laut einem US-Sender erneut vor Kremlchef Wladimir Putin. Putin sei „frustriert“ über militärische, wirtschaftliche und politische Probleme und habe sich „isoliert“. Experten fürchten nun einen brutaleren Kurs, um militärische Niederlagen in der Ukraine auszugleichen.

Die US-Geheimdienste hatten mehrfach vor einer russischen Invasion in die Ukraine gewarnt, nun warnen sie laut einem US-Sender erneut vor Kremlchef Wladimir Putin. Putin sei „frustriert“ über militärische, wirtschaftliche und politische Probleme und habe sich „isoliert“. Experten fürchten nun einen brutaleren Kurs, um militärische Niederlagen in der Ukraine auszugleichen.

Nach Angaben des US-Senders NBC haben US-Geheimdienste festgestellt, dass der russische Präsident Wladimir Putin zunehmend frustriert über seine militärischen Kämpfe in der Ukraine ist. Auch die Proteste im eigenen Land und die wirtschaftlichen Auswirkungen der Sanktionen würden den Präsidenten weiter unter Druck setzen, sodass dieser seine einzige Option darin sehen könnte, die Gewalt zu verstärken.

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Putin sei isoliert, Bänker und Finanzminister halte der Kremlchef auf Distanz. Auch Militärchefs seien nicht zu nah erwünscht. Putin sei jemand, „der offensichtlich von der Stärke des ukrainischen Widerstands überrascht wurde“, sagte Senator Mark Warner, der Vorsitzende des Intelligence Committee, dem Sender. „Er hat sich isoliert. Er war nicht oft im Kreml. Es gibt immer weniger Inputs, und diese Inputs stammen von Schmeichlern und Jasagern.“

Warner fügt hinzu: „Ich mache mir Sorgen, dass er in eine Ecke gedrängt wurde. Ich mache mir Sorgen, dass es keine offensichtliche Ausgangsrampe gibt.“ So gebe es konkrete Hinweise, dass Putin „frustriert“ sei und „ungewöhnliche Wutausbrüche“ gegen Menschen in seinem innerem Kreis richte, so der US-Sender.

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Das sei ungewöhnlich, heißt es, denn Putin halte seine Emotionen normalerweise im Zaum. Putins derzeitige Isolation sei „eine Hauptsorge“, so der mit Russland vertraute Senator Warner gegenüber dem Sender. „Wir glauben nicht, dass er realistische Einblicke hat in das, was gerade passiert.“

Experte: Das Schlimmste steht uns noch bevor

„Er ist nicht mehr der gleiche kaltblütige, klare Diktator, der er noch 2008 war“, sagte auch der ehemalige CIA-Direktor John Brennan. Aber, so Experten, ein frustrierter, impulsiver Putin sei „noch gefährlicher“. Russlands Invasion der Ukraine „war einfach so eine schlimme, schlimme Fehleinschätzung von Putin“, sagte Brennan dem Sender. „So etwas hat er noch nie erlebt. Ich bin sicher, er schlägt auf Berater, Minister und andere ein – hier könnte eine emotionale Spirale entstehen.“

Auch Michael Kofman, Analyst bei der Denkfabrik CNA, zeigt sich über Putins Vorgehen besorgt. Das russische Militär sei „in erster Linie eine Artilleriearmee und hat in diesem Krieg bisher nur einen Bruchteil seiner verfügbaren Feuer eingesetzt“, twitterte Kofman. „Leider gehe ich davon aus, dass das Schlimmste noch bevorsteht und dieser Krieg noch viel hässlicher werden könnte“, sagte er.

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Putin könnte seinem Militär befehlen, Kiew und andere Städte mit roher Gewalt zu erobern, indem er wahllose Bombenangriffe und Beschuss ziviler Gebiete einsetzt. Das war Russlands Ansatz in seinem Luftkrieg in Syrien, wo er vom Iran unterstützte Kämpfer und Truppen des syrischen Regimes unterstützte.

Die Invasion sei ins Stocken geraten, Hintergrund seien wahrscheinlich logistische Probleme, heißt es vom britischen Verteidigungsministerium, so der „Spiegel“ am Dienstag. Nun werde sichtbar, wie das russische Militär seine Strategie ändert. Es habe den Einsatz von Artillerie im Norden der ukrainischen Hauptstadt rund um Charkiw sowie Tschernihiw verstärkt. „Schwere Artillerie in stark bewohnten Gebieten erhöht die Gefahr von Opfern unter den Zivilisten“, zitiert das Nachrichtenmagazin das britische Verteidigungsministerium.

RND/hyd

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