Betrugsprozess gegen „Tatort“-Star Joe Bausch eingestellt

Joe Busch bei einem Gerichtstermin in Düsseldorf.

Joe Busch bei einem Gerichtstermin in Düsseldorf.

Düsseldorf. Der Betrugsprozess gegen „Tatort“-Schauspieler und Ex-Gefängnisarzt Joe Bausch (68) ist eingestellt worden. Der für eine Verurteilung wegen Betruges notwendige Vorsatz sei Bausch nicht nachzuweisen gewesen, befand das Düsseldorfer Amtsgericht am Dienstag.

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Die Staatsanwaltschaft hatte Bausch angeklagt und ihm vorgeworfen, sechs Jahre lang keine Miete für seine Dienstwohnung gezahlt zu haben. Durch einen Fehler im Landesamt für Besoldung war Bausch der Betrag für die Dienstwohnung von monatlich 801 Euro jahrelang nicht von seinen Bezügen abgezogen worden.

Versehen oder Absicht?

Die Staatsanwaltschaft hatte dem prominenten Pensionär vorgeworfen, dass er als Beamter das Besoldungsamt auf den Fehler hätte hinweisen müssen. Er habe aber - wie auch sein Steuerberater - einfach nicht gemerkt, dass ihm der Betrag nicht mehr abgezogen wurde, sagte Bausch.

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Das Gericht erteilte ihm zwei Auflagen: Der 68-Jährige muss einen noch ausstehenden Betrag von 9700 Euro begleichen und auf eine Steuerrückforderung in Höhe von 16.600 Euro verzichten.

Er sei froh, dass es nun nach drei Jahren vorbei sei, sagte der 68-Jährige nach der Verhandlung, auch wenn er die Entscheidung „eher nur zähneknirschend akzeptiert“ habe. Er habe nichts falsch gemacht, beteuerte Bausch, der am Dienstag auf der Anklagebank hatte Platz nehmen müssen. „Die Leute, die das mit verursacht haben, saßen nicht da.“

Bausch war 32 Jahre lang Gefängnisarzt in Werl in Westfalen. Seit 1997 spielt der Darsteller mit dem markanten kahlen Schädel im Kölner „Tatort“ zudem den Rechtsmediziner Joseph Roth.

RND/dpa

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