Günther Jauch: „Impfverweigerer nehmen eine ganze Gesellschaft in Geiselhaft“

Günther Jauch übt Kritik an Impfverweigerern.

Günther Jauch übt Kritik an Impfverweigerern.

TV-Moderator Günther Jauch spricht sich klar für eine Impfung gegen das Coronavirus aus, im vergangenen Jahr posierte er auch für die Impfkampagne der Bundesregierung mit einem gelben Pflaster auf dem linken Oberarm. Doch genau das wurde Futter für Impfgegner: Denn der 65-Jährige war damals noch gar nicht geimpft, da zu dem Zeitpunkt erst Menschen über 70 Jahre an der Reihe waren.

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Günther Jauch wird beschimpft

In einem Interview der „Neuen Züricher Zeitung“ (NZZ) erinnert sich Jauch, der einen Tag vor dem Start der Kampagne Anfang April seine Corona-Infektion öffentlich gemacht hatte, an die Kritik: „Wahlweise hieß es: ‚Das ist Fake, der Jauch lügt, er macht sich zum Komplizen der Regierung, er ist eine Systemhure.‘ Oder: ‚Ein Volksgerichtshof wird Sie irgendwann Ihrer gerechten Strafe zuführen.‘ Bis hin zu: ‚Er ist geimpft, kriegt aber Corona. Das ist der Beweis, dass die Impfung gar nicht gegen Corona hilft.‘“

Später sorgte auch ein Tweet des Gesundheitsministeriums für Aufregung. Zu dem Bild von Jauch hieß es: „Günther Jauch hat sich impfen lassen.“ Das stimmte zu dem Zeitpunkt allerdings nicht und wurde wenig später klargestellt.

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Günther Jauch ahnte Reaktionen auf Kampagne mit ihm

Jauch sagt der „NZZ“, dass er sich auf jeden Fall impfen lassen wollte, sobald er dran sei. „Wenn ich geimpft gewesen wäre, hätten alle gesagt: Der hat sich vorgedrängelt“, erklärt der Moderator. „Ich habe gesagt: ‚Ihr müsst mich aus der Kampagne rausnehmen.‘ Da hieß es, dass das technisch nicht mehr gehen würde. Das führte über Wochen zu einem Wahnsinns-Shitstorm.“ Nach seiner nachgewiesenen Infektion musste er sechs Monate auf die Impfung warten.

Günther Jauch: „Impfung wäre die Lösung, wenn sich alle konsequent impfen lassen würden“

Für Impfgegner und Verschwörungstheoretiker hat Jauch kein Verständnis. „Mir fehlt jedes Verständnis für Leute, die sich nicht impfen lassen wollen“, sagt er der „NZZ“ und führt aus: „Ich habe das so oft erlebt. Viele, die gar keine echte Sorge vor dem Impfen haben, sagen einfach mal: ‚Wir zeigen es denen da oben, wir sind keine Schafe, die sich zum Impfarzt führen lassen.‘ Die Impfverweigerer nehmen eine ganze Gesellschaft in Geiselhaft, denn es ist ja unfassbar, wie viele Tote es gibt, wie unser Gesundheitssystem überfordert wird, wie Leute, die dringend Operationen brauchten, nicht drankommen.“

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Der Moderator verweist auch auf die ökonomischen Folgen für Millionen Menschen. Jauch ist deshalb der Überzeugung, dass „die Impfung die Lösung wäre, wenn sich alle konsequent impfen lassen würden“.

RND/nis

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