Vor dem Konzert

Depeche Mode ganz vegetarisch: Martin Gore isst im Leipziger GreenSoul einen Burger

Martin Gore am Abend auf der Bühne.

Martin Gore am Abend auf der Bühne.

Leipzig. Was macht ein Promi wie Martin Gore von Depeche Mode, wenn er vor einem Konzert etwas essen möchte? Er lässt sich ein paar Tipps geben und dann vom Leipziger Steigenberger Hotel einfach in ein Restaurant bringen. Die Wahl des 55-Jährigen fiel am Sonnabend auf das GreenSoul, ein vegetarisch-veganes Lokal in der Johannisallee. "Die Stars werden bei uns behandelt wie alle anderen Gäste auch", sagte Inhaber Mustafa Türker. Plötzlich habe Gore in der Tür gestanden und mit seinen beiden Begleitern einen freien Tisch auf der Terrasse bekommen.

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Türker hat sich über die Restaurantwahl des Engländers sichtlich gefreut. Über Facebook postete er ein gemeinsames Foto mit dem Songschreiber von Depeche Mode. „Welch eine Ehre Martin Gore im Restaurant GreenSoul Leipzig begrüßen zu dürfen“, so der Chef.

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Bestellt wurden ala Carte Chili sin Carne, ein Gericht aus roten Linsen und Kidneybohnen, Süßkartoffelpommes und hausgemachte Limonaden. Gore entschied sich für den GreenSoul-Burger.

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Der Musiker ist seit den 1980er Jahren bekennender Vegetarier. „Vor allem in Deutschland hatte man es als Vegetarier damals extrem schwer. Wir haben immer Witze gemacht, dass man in Deutschland ‚alles mit Speck‘ bekommt. Selbst wenn du einen Salat bestellt hast, gab es eine Portion Speck dazu. Die Leute dachten, sie würden dir etwas Gutes tun. Heute ist das zum Glück besser“, sagte er in einem Interview mit der Berliner Zeitung. Gores Lieblingsessen: Rot fermentierter Reis, ein chinesisches Gericht mit Schimmelpilzen.

Im Ausland vermisst Gore vor allem zwei deutsche Spezialitäten: Pumpernickel und Weizenbier, wie er gerade dem Spiegel verriet. Nach jahreslangen Alkoholeskapaden in den 1990er Jahre hat er das Trinken aber aufgegeben.

Der Besuch im GreenSoul wäre fast noch gescheitert. Eigentlich wollte Gore erst gegen 15 Uhr auftauchen, wenn das Lokal geschlossen hat. Kurzerhand verlegte er seine Mahlzeit auf 13 Uhr vor. Angenehmer Nebeneffekt: Zu diesem Zeitpunkt war nicht schon nicht mehr viel los im Restaurant, der Popstar blieb nahezu unerkannt und von Selfiejägern verschont. Auch Inhaber Türker hätte seinen prominenten Gast fast nicht wahrgenommen. „Ich kenne Depeche Mode nicht so gut, Mister Gore hat dann aber doch ein zu markantes Gesicht“, so der Gastronom.

Matthias Roth

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