Staatsanwaltschaft fordert 8 Jahre Haft

Shakira muss vor Gericht: Prozess gegen Pop-Superstar in Barcelona eröffnet

Shakira, Sängerin aus Kolumbien, kommt zur Verleihung der jährlichen Ivor Novello Songwriting Awards 2022 im Grosvenor House. (Archivbild)

Shakira, Sängerin aus Kolumbien, kommt zur Verleihung der jährlichen Ivor Novello Songwriting Awards 2022 im Grosvenor House. (Archivbild)

Madrid. Der Tag, an dem die Pop-Sängerin Shakira in Spanien wegen des Vorwurfs der Steuerhinterziehung auf die Anklagebank muss, rückt näher.

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Eine Richterin in Barcelona eröffnete am Dienstag formell den Prozess gegen die 45-jährige Künstlerin („Waka Waka“, „Hips Don‘t Lie“), wie die Justiz mitteilte. Die Staatsanwaltschaft hat eine Haftstrafe von insgesamt acht Jahren und zwei Monaten sowie eine Geldstrafe in Höhe von 23,8 Millionen Euro gegen Shakira gefordert. Die Künstlerin hat wiederholt ihre Unschuld beteuert.

Die Künstlerin Shakira spricht in ihrer Rolle als Botschafterin für Unicef im Jahr 2015 im UN-Hauptquartier in New York zu den Medien.

Die Künstlerin Shakira spricht in ihrer Rolle als Botschafterin für Unicef im Jahr 2015 im UN-Hauptquartier in New York zu den Medien.

Der Prozess werde vor der Audiencia Provincial de Barcelona, was in Deutschland einem Landgericht entspricht, geführt. Dieses Gericht werde auch den Termin für den Beginn einer mündlichen Verhandlung festlegen, sobald die Rechtsanwälte Shakiras ihre Verteidigungsschrift eingereicht hätten, schrieb die Nachrichtenagentur Europa Press.

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Shakira lehnte außergerichtliche Einigung ab

Shakira hatte im Juli mitgeteilt, dass sie eine außergerichtliche Einigung mit den Steuerbehörden ihrer Wahlheimat abgelehnt habe. Damit war der Weg zum Prozess der Musikerin vorgezeichnet. Ihr wird vorgeworfen, in den Jahren 2012 bis 2014 insgesamt rund 14,5 Millionen Euro hinterzogen zu haben.

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Die Künstlerin aus Kolumbien bezeichnete sich jedoch wiederholt als unschuldig. Sie wies die Vorwürfe als „totale Verletzung“ ihrer Rechte zurück. Sie sei Opfer einer „erbitterten Verfolgung“. Sie sei aber zuversichtlich, dass die Justiz ihr am Ende Recht geben werde, ließ Shakira im Juli mitteilen.

Wo ist die Künstlerin steuerpflichtig?

Im Kern geht es um die Frage, wo die Kolumbianerin in den Jahren 2012, 2013 und 2014 steuerpflichtig war. Die Justiz meint: in Spanien, weil sie sich in jedem der drei Jahre mehr als ein halbes Jahr dort aufgehalten habe. Die Sängerin bestreitet das.

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Shakira versichert, sie habe damals ihren Wohnsitz auf den Bahamas gehabt. Sie habe lediglich ihren damaligen Partner, den Fußballstar Gerard Piqué vom FC Barcelona, mit dem sie inzwischen zwei Kinder hat und von dem sie mittlerweile getrennt ist, wiederholt in Spanien besucht. Erst ab 2015 habe sie dann ständig in Barcelona gelebt. Zudem habe sie alle Steuern plus Zinsen inzwischen nachgezahlt. 2018 hatte Shakira dem Fiskus insgesamt 17,2 Millionen Euro überwiesen.

RND/dpa

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