Aus Angst vor Corona-Infektion: Zahl der Privatflieger auf Mallorca verdoppelt sich

Ein Privatjet auf dem Rollfeld.

Ein Privatjet auf dem Rollfeld.

Ein Flug in einem Linienflugzeug ist in Zeiten von Corona mit einem gewissen Infektionsrisiko verbunden. Abstand halten in einem ausgebuchten Ferienflieger? Unmöglich. Und so entscheiden sich seit Ausbruch der Pandemie immer mehr vermögende Reisende, ihr Reiseziel mit einem Privatjet anzusteuern.

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Mehr Privatflüge nach Mallorca als nach Ibiza

Wie die „Mallorca-Zeitung“ berichtet, zählte der internationale Flughafen Son Sant Joan im vergangenen Jahr insgesamt 32.556 Flugbewegungen mit Privatjets – doppelt so viele wie im Jahr 2020. Damit habe der Flughafen von Mallorca bezüglich der Anzahl an Privatflügen sogar den Flughafen von Ibiza überholt, der im Jahr 2019 noch führend auf den Balearen gewesen sei.

Während sich die Flugbranche im Allgemeinen bislang noch nicht erholen konnte, zählt der Markt der Privatflüge zu den Gewinnern der Corona-Krise. Obwohl auch der private Flugverkehr aufgrund der Pandemie im Jahr 2020 zunächst leicht rückläufig gewesen sei, seien die Einbußen deutlich geringer als bei den Linienflügen. Nach Angaben der „Mallorca-Zeitung“ sei die Zahl der Privatflüge bereits direkt nach dem mehrmonatigen Lockdown, als überhaupt keine Privatflüge möglich waren, steil angestiegen. So seien im ersten Corona-Jahr trotz des Lockdowns nur 5000 Flüge weniger auf dem Flughafen von Mallorca abgewickelt worden, also im Vorkrisenjahr 2019.

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Schweizer Unternehmen lockt mit niedrigen Preisen

Für den durchschnittlichen Geldbeutel ist so ein Flug in einem Privatjet in der Regel allerdings nicht geeignet. Wie das Unternehmen „Deutsche-Privatjet“ im August 2020 gegenüber der Zeitung berichtete, kostet ein Flug nach Mallorca mit der kleinsten Maschinen rund 25.000 Euro. Insgesamt passen in diesen Flieger maximal nur vier Personen, sprich: Jeder Fluggast muss für den exklusiven Flug auf die spanische Urlaubsinsel 6350 Euro zahlen.

Wesentlich günstiger sind die Angebote des Veranstalters „Travelcoup Deluxe“. Sieben Tage Mallorca inklusive Premiumhotel, Flug im Privatjet mit Luxuscatering und zwei Transfers ab München sind hier bereits ab 2320 Euro pro Person buchbar. Die Gründer Niclas Seitz und Karsten Güttler, haben sich zum Ziel gesetzt, das Pauschalreisesegment im Luxus- und Premiumbereich zu revolutionieren. Ihr Geschäftsmodell: eine Pauschalreise mit dem Privatjet im Einzelplatzverkauf.

Mit ihren Fliegern können bis zu acht Passagiere in den Urlaub fliegen. In Deutschland starten die Jets des Schweizer Unternehmens von Frankfurt, München, Düsseldorf, Berlin, Friedrichshafen und Hamburg. Ja nach Abflugort können Urlauberinnen und Urlauber mit dem Veranstalter die Reiseziele Mallorca, Ibiza, Mykonos, Venedig, Valencia, Nizza und Sylt anfliegen.

RND/jaf

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