Corona-Quarantäne: Briten brechen Urlaub in Portugal vorzeitig ab und müssen hohe Flugpreise zahlen

Passagiere kommen am Flughafen Gatwick in West Sussex an, an dem ein Schild mit der Aufschrift „Let's protect each other“ (Lasst uns aufeinander aufpassen) steht. Um vier Uhr am Dienstagmorgen (08.06.2021) trat die Vorschrift in Kraft, dass Reiserückkehrer aus Portugal für zehn Tage in Quarantäne müssen.

Passagiere kommen am Flughafen Gatwick in West Sussex an, an dem ein Schild mit der Aufschrift „Let's protect each other“ (Lasst uns aufeinander aufpassen) steht. Um vier Uhr am Dienstagmorgen (08.06.2021) trat die Vorschrift in Kraft, dass Reiserückkehrer aus Portugal für zehn Tage in Quarantäne müssen.

Lissabon/London. Etwa 27 000 britische Urlauber haben Portugal am Wochenende und am Montag angesichts einer neuen zehntägigen Pflicht zur Corona-Quarantäne in der Heimat verlassen. Das berichtete die Zeitung „Público“ am Dienstag unter Berufung auf den Präsidenten des Tourismusverbandes der Region Algarve im Süden des Landes. Viele hätten geklagt, dass sie ihre Ferien abkürzen und teure Ersatzflüge buchen mussten, berichtete die „BBC“.

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16-facher Preis für Flugticket

Denn wie die britische Tageszeitung „The Daily Mirror“ berichtet, sind die Flugpreise über Nacht in die Höhe geschnellt. Dem Bericht zufolge verlangt etwa die Fluggesellschaft Ryanair aktuell den 16-fachen Preis für ein Ticket von Portugal nach Großbritannien: Während Urlauber vor einer Woche für den Flug nur 17 Pfund zahlen mussten, müssen sie jetzt 285 Pfund auf den Tisch legen. Die Gesellschaft EasyJet verlangt statt 53 Pfund nun 227 Pfund für die Strecke.

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„Das Land erst auf die grüne Liste zu setzen und dann nach nur drei Wochen wieder zu streichen, ist einfach unglaublich“, zitierte die BBC eine Urlauberin nach der Ankunft am Flughafen London Gatwick. Die britische Regierung hatte das beliebte Urlaubsland am Donnerstag nach nur drei Wochen wieder von der grünen Liste der Länder gestrichen, die ohne Quarantänepflicht bei der Rückkehr besucht werden dürfen. Die neue Regelung trat am Montag um 4 Uhr morgens britischer Zeit in Kraft.

Angst vor Delta-Variante

Die Regierung von Premierminister Boris Johnson hatte den von der Tourismusindustrie in beiden Ländern und Urlaubern kritisierten Schritt mit der Sorge vor einer weiteren Ausbreitung der zuerst in Indien festgestellten Delta-Variante des Coronavirus und mit leicht steigenden Corona-Zahlen in Portugal begründet. Während die Delta-Variante in Großbritannien schon als vorherrschend gilt, wurden in Portugal bisher nur wenige Fälle registriert.

Noch im Januar hatte Portugal bezogen auf die Bevölkerungszahl zeitweilig die höchsten Infektionszahlen weltweit. Das Land ging in einen harten Corona-Lockdown und die Infektionszahlen sanken schnell. Zuletzt jedoch stiegen die Zahlen wieder leicht. Die Sieben-Tage-Inzidenz liegt derzeit bei rund 40 Neuinfektionen pro 100 000 Einwohner binnen einer Woche.

RND/jaf/dpa

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