In China eröffnet das erste Eisbärenhotel der Welt – Tierschützer sind entsetzt

Die Eisbären in der beleuchteten Anlage können 24 Stunden von Gästen beobachtet werden.

Die Eisbären in der beleuchteten Anlage können 24 Stunden von Gästen beobachtet werden.

Der Harbin Polar Park im Norden von China – auch für sein riesiges Eisfestival bekannt – ist Tierschützern schon länger ein Dorn im Auge. Hier werden Delfine und Wale trainiert und müssen Tricks vorführen. Auch Rochen, Eisbären, Pinguine, Seehunde und Walrosse zeigen den Besuchern regelmäßig Kunststücke. Doch nun geht der Park noch einen Schritt weiter: Trotz Kritik hat am Freitag ein umstrittenes Hotel im Park geöffnet – das erste Eisbärenhotel weltweit.

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Von allen Zimmern des Harbin Polar Bear Hotels haben Gäste 24 Stunden Sicht auf den Eisbärpavillon, in dem die beiden Tiere leben – unter grellem Scheinwerferlicht in einer künstlichen Landschaft, die wie die Arktis bemalt ist. Zudem gibt es weitere Fenster (alle aus Panzerglas) im Hotelgebäude, sodass auch von Gemeinschaftsräumen und der Lobby ein Blick in das Gehege möglich ist. Das Hotel wirbt damit, dass Gäste während des Essens Eisbären beobachten und mit Eisbären einschlafen könnten.

Eisbärenhotel in China ist auf Wochen ausgebucht

Die Fenster richten sich auf das Innengehege der Eisbären – eine kleine Landschaft mit kleinen Pools. Wie „Al Jazeera“ berichtet, haben die beiden Eisbären auch ein Außengehege, dorthin sollen sie bei entsprechenden Temperaturen und einer entsprechenden Luftqualität gelassen werden.

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In China erfreut sich das Hotel bereits großer Aufmerksamkeit. So wurde es bereits im Januar, also vor Eröffnung, auf die Shortlist für die „Top Ten Ice and Snow Fashion“-Projekte in China genommen, dabei sollen touristische Unternehmen mit Kreativität, Erlebnis und Architektur überzeugen. Auch wenn die Nacht mit 1888 bis 2888 Yuan (243 bis 371 Euro) nicht gerade günstig ist, ist das Hotel laut einer Sprecherin zudem für die kommende Zeit bereits ausgebucht.

„Erbärmlich“, „ekelhaft“, „unmenschlich“: Tierschützer kritisieren das Eisbärenhotel

Kritik gibt es hingegen von Tierschützern. Jason Baker, Vizepräsident von Peta Asien, sagte laut dem britischen „Ladbible“: „Peta fordert Touristen auf, von diesem Hotel fernzubleiben und auch von allen anderen Einrichtungen, die von Tierleid profitieren.“ Eisbären seien in der Natur 18 Stunden aktiv und würden über Tausende Kilometer zurücklegen. „Eisbären gehören in die Arktis, nicht in Zoos oder Glaskästen in Aquarien – und schon gar nicht in Hotels.“ Die „ausbeuterische Aquarienindustrie“ sei in einer Welt, in der immer mehr Menschen bewusst und nachhaltig leben, unangemessen.

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Die Non-Profit-Organisation „Global Climate One“ schloss sich Bakers Kritik an und twitterte: „Wir unterstützen es nicht, Tiere zur Unterhaltung in Gefangenschaft zu halten.“ Generell üben via Social Media zahlreiche ausländische Touristen und Tierschützer, darunter viele Briten, Kritik an dem Hotelbetrieb. Nutzer bezeichnen das Eisbärenhotel als „absolut ekelhaft und entsetzlich“, als „erbärmlichen, unmenschlichen Akt“ oder als „ungeheuerlich, ekelhaft und sehr, sehr grausam.“

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